Lyonel Feininger - Hannover

Die Liebe zur See

Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Holzschnitte mit maritimen Themen stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung der Stiftung Ahlers Pro Arte/Stiftung Kestner Pro Arte in Hannover

Lyonel Feininger wurde zwar in New York geboren, lebte bis zum 16. Lebensjahr in den USA und blieb bis zu seinem Lebensende amerikanischer Staatsbürger. Seine Liebe aber gehörte seiner zweiten, der deutschen Heimat.

Er hatte seine Eltern – der Vater war Geiger, die Mutter Sängerin – auf einer Konzerttournee durch Deutschland in Berlin besucht und blieb in der alten Welt. Seine Motive fand er etwa Sachsen-Anhalt, wo er in Dessau am Bauhaus lehrte; in Halle an der Saale zum Beispiel hat er immer wieder die Marktkirche gemalt. In Thüringen wählte er die Barfüßerkirche in Erfurt oder Weimarer Wohnhäuser als Bildvorlagen.

Vom Kubismus beeinflusst, zerlegte Feininger seine Motive in kristalline Prismenformen – auch seine Impressionen von Landschaften am Meer, eines seiner Lieblingsthemen. Diesem Aspekt hat die Stiftung Ahlers Pro Arte/Stiftung Kestner Pro Arte nun eine eigene Ausstellung gewidmet. "Lyonel Feininger – Schiffe und Meer" heißt die Schau, in der Maritimes als Thema über das gesamte Schaffen hinweg im Zentrum steht.

Mit einem Aufenthalt an der Lübecker Bucht 1921, gemeinsam mit Wassily Kandinsky und einem Gründer des Bauhauses, Walter Gropius, begann Feiningers künstlerisches Interesse an der Ostsee und den darauf fahrenden Booten, Segelschiffen und Dampfern. Die Ausstellung umfasst 50 Arbeiten aus den Jahren 1910 bis 1955, gezeigt werden Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Holzschnitte, die teils aus Museen, teils aus vorwiegend norddeutschen Privatsammlungen stammen und oft seit Jahrzehnten nicht mehr öffentlich zu sehen waren.

Lyonel Feininger - Schiffe und Meer

Termin: bis 13. Feburar 2011 in der Stiftung Ahlers Pro Arte / Kestner Pro Arte
http://www.ahlers-proarte.com/