Per Kirkeby - Wedel

Mit Phantasie in die Frühzeit der Erde

80 Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen sowie Bücher und Texte des zweifachen documenta-Teilnehmers

Mit kargen, minmalistischen Backsteinbauten setzte Per Kirkeby auf zwei Kasseler documenten deutliche Signale: Für Ausgabe 7 (1982) der Weltkunstschau war es eine Art Triumphtor mit allerdings vermauerten Durchgängen, was ihm Strenge und Hermetik verlieh. Zur documenta 9 steuerte er einen Bau aus drei fensterlosen Türmen bei.

Das ist die eine Seite des Per Kirkeby, der aber auch expressive, farbtrunkene Bilder von geradezu überwältigender Ausstrahlung und Monumentalität malt. Sein Thema ist meist die Landschaft. Der studierte Geologe ist, so sagt er, "ein Maler, der mit einem Instinkt malt und stets verführt wird vom Malprozess und von seinen Händen, vom Pinsel und alledem". Die Erfahrung mit der Geologie schlägt sich auch in seiner Malweise nieder. Wie die Natur im Laufe eines Jahrmillionen dauernden Prozesses Schicht um Schicht übereinander lagert, so erarbeitet sich auch Per Kirkeby Farbschicht um Farbschicht seine pastosen, abstrakten Landschaften. Kirkeby: "Das ist wie eine Sedmentierung."

Das Ernst-Barlach-Museum in Wedel bei Hamburg hat diese Malerei in den Mittelpunkt einer Ausstellung gerückt und führt damit, wie es heißt, "die Phantasie des Betrachters in die Frühzeit der Erde, in die Zeit der Vulkane, der Gneise und Granite und ersten organischen Lebens". Außerdem geben einige Bronzeskulpturen ("Tor") Einblick in Kirkebys bildhauerisches Werk

Ernst-Barlach-Museum: Per Kirkeby

Termin: bis 10. Februar
http://www.ernst-barlach.de/html_content/wedel.html

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