Berühmt wurde Giotto vor allem mit der Ausmalung der Franziskuskirche in Assisi und den Fresken der Scrovegni-Kapelle in Padua. Aus der Florentiner Kirche Santa Croce kommt das Baroncelli-Polyptychon nach Mailand. Giotto: "Polittico Baroncelli e dettaglio", ca. 1330, Tempera auf Tafelholz

Beeindruckend ist hier die Erzeugung einer räumlichen Tiefe in der Bildssprache Giottos. Er erzeugt diesen Eindruck durch die staffelartige Anordnung der Personen, deren teilweisen Verdeckung und die relativen Größen. Giotto: "Polittico Baroncelli e dettaglio" (Detailansicht), ca. 1330, Tempera auf Tafelholz

Auch eine Reihe von Werken der Tafelmalerei Giottos blieb erhalten. 13 der kostbaren, mit Tempera auf Holz gemalten Stücke des Wegbereitres der italienischen Renaissance, sind jetzt in Mailand in der Ausstellung zu sehen, die im Rahmen der Expo einen Blick in die Schatzkiste Italiens erlaubt. Giotto: "Thronender Gottvater" (Detailansicht), etwa 1303/05,
Tempera auf Tafelholz

Die Altarwerke Giottos machen die Schau zu einem Ereignis. Giotto: "Das Triptychon Stefaneschis" (Polittico Stefaneschi) Rückseite, etwa 1320, Tempera auf Tafelholz

Ein Mehrtafelbild hatte Giotto 1320 im Auftrag des Kardinals Stefaneschi in Rom gemalt und den Besteller zweimal porträtiert: kniend vor Christus und vor Petrus. Damit war der Maler einer der Ersten, der das Stifterbild in die Kunst einführte. Giotto: "Das Triptychon Stefaneschis" (Polittico Stefaneschi) Detailansicht Rückseite, etwa 1320, Tempera auf Tafelholz

Giotto: "Das Triptychon Stefaneschis" (Polittico Stefaneschi), Vorderseite, etwa 1320, Tempera auf Tafelholz

Noch heute rätseln Wissenschaftler, wie es einem Schafhirten gelingen konnte, die bis ans Ende des 13. Jahrhunderts byzantinisch starre Malerei aus dem Nichts zu erneuern. Von 1328 bis 1334 lebte Giotto am Königshof in Neapel und wurde nach der Rückkehr nach Florenz zum Dombaumeister berufen. Berühmt wurde er vor allem mit der Ausmalung der Franziskuskirche in Assisi und den Fresken der Scrovegni-Kapelle in Padua. Giotto: "Das Triptychon Stefaneschis" (Polittico Stefaneschi) Detailansicht Vorderseite, etwa 1320, Tempera auf Tafelholz

Die Pinakothek in Bologna bereichert die Schau mit einem "polittico" von 1332/34. Giotto malte auf Goldgrund, seine Madonna trägt das teure Ultramarinblau. Giotto: "Thronende Muttergottes mit dem Kind" (Polittico di Bologna) 1332/34, Tempera auf Tafelholz

Der Bann zur neuzeitlichen Malerei ist hier motivisch gebrochen: Maria muss das zappelige Kind, das sich an den Ausschnitt ihres Kleids klammert, am Bein festhalten. Giotto: "Thronende Muttergottes mit dem Kind" (Polittico di Bologna), Detailansicht, 1332/34, Tempera auf Tafelholz

Giotto: "Testa di pastore (dalla Badia Fiorentina)" I decennio del Trecento, Frammento di affresco

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