Nam June Paik Award
Köln
MEDIENKUNST TRIFFT ALTE MEISTER
"Spannungsvolle Kontraste zwischen der älteren Kunst und den neuen Medienarbeiten" erwartet Regina Wyrwoll, Leiterin der Kunststiftung NRW, von der Ausstellung der Aspiranten auf den Nam June Paik Award 2008. Denn die Präsentation findet im Kölner Wallraf-Richartz-Museum statt, einem Hort der alten Kunst.
Fünf Medienkünstler bewerben sich um den renommierten Preis, der nach dem 2006 gestorbenen Medienkünstler Nam June Paik benannt und mit 25 000 Euro dotiert ist. Der entsprechende Förderpreis ist mit 15 000 Euro dotiert. Nominiert wurden:
"GIA", Grupo de Interferência Ambiental, nennt sich ein Künstlerkollektiv, das Studierende der bildenden Künste an der Universidade Federal de Bahia im brasilianischen Salvador de Bahia gegründet haben. Sie arbeiten hauptsächlich im öffentlichen Raum und veranstalten Aktionen und Performances, die die Ästhetik des Alltags aufgreifen. In Köln wird die Gruppe das Foyer und den öffentlichen "aufmischen", wie es in der Ankündigung heißt, und eine Dokumentation ihrer bisherigen Aktionen zeigen.
Julia Melzer (Jahrgang 1968) und Davis Thorne (Jahrgang 1960) beide auch in Damaskus lebend, fertigen gemeinsam Videos, Fotos, Installationen und Texte, die sich häufig auf die staatliche Geheimhaltungspolitik und die künstliche Konstruktion von Vergangenheit beziehen. Sie werden religiös-politische Konflikte in Damaskus am Beispiel einer Moschee im Komtext von mittelalterlichen christlochen Kirchenbildern präsentieren.

