Akt Now! - Junge Aktfotografie

Akt Now: Edoardo Pasero

Er gehört zu den ältesten Themen der Kunstgeschichte: der Akt. Mehr denn je sind junge Künstler von der Darstellung der Nacktheit fasziniert. Unsere neue Serie "Akt Now!" präsentiert jede Woche die besten Aktbilder junger Fotografen. Diesmal: sechs Fragen an Edoardo Pasero.

Herr Pasero, was reizt Sie an dem Thema Akt?

Edoardo Pasero: Ich liebe Körper, und ich bin da auch sehr neugierig. Außerdem liebe ich die Tatsache, dass mich Menschen einen so intimen Teil ihres Lebens sehen lassen – das ist ziemlich bewegend.

Wie weit würden Sie gehen? Gibt es Tabus?

Wenn man Menschen porträtieren möchte – egal ob nackt oder nicht – dann sollte man keine Tabus haben. Es geht nur darum richtig zu fragen und denjenigen zu respektieren, der vor der Linse steht. Ich bin nicht von Schönheit besessen, ganz im Gegenteil. Ich werde von dem Ungewöhnlichen angezogen. Auch wenn ich mich mit solchen Themen noch nicht wirklich beschäftigt habe, faszinieren mich die unterschiedlichen Formen von Schönheit – das Alter, die Fettleibigkeit, und selbst "Behinderungen" finde ich attraktiv.

Wann wird ein Akt zum Kunstwerk?

Auf diese Frage gibt es keine Antwort. Kunst ist immer eine Sache der Perspektive und des Zeitgeists.

Gibt es inspirierende Vorbilder?

Viel zu viele! Diane Arbus, Mary Ellen Mark, Richard Avedon, Minor White, Imogen Cunningham, Robert Mappelthorpe, Antoine D'Agata und viele weitere...

Mit welchen Themen beschäftigen Sie sich außerdem?

Intimität, Sex und Sexualität, Erinnerungen und Erzählungen.

Welches Projekt würden Sie gerne einmal realisieren?

Im Moment konzentriere ich mich auf unterschiedliche Projekte: Eines dreht sich um das Thema Tagebuch, und in einer anderen Serie geht es um Tattoos und Körperveränderungen.

Steckbrief:

Hochschule/Ausbildung: Ich studiere noch immer Philosophie. Bei meiner Abschlussarbeit über Ästhetik fehlt noch das letzte Kapitel.

Alter: 30

Kontakt: edoardopasero@gmail.com