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Aktfotografie: Carla van de Puttelaar

Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktbilder internationaler Fotografen. Diesmal: die niederländische Künstlerin Carla van de Puttelaar
Aktfotografie: Carla van de Puttelaar:Aktbilder internationaler Fotografen

Carla van de Puttelaar: "Ohne Titel", 2006

Was reizt Sie an dem Thema Akt?

Mich interessiert besonders die Haut: die Schönheit ihrer Oberfläche, kleine Muttermale oder Sommersprossen, das Durchschimmern der Adern sowie ihre Veränderung bei bestimmten Empfindungen, etwa eine Gänsehaut.

Wie weit würden Sie gehen?

Das ist nicht meine Absicht. Ich möchte Bilder machen, die Ikonen weiblicher Schönheit sind, ausdrucksstark und eine ungewöhnliche Perspektive zeigen.

Wann wird ein Akt zum Kunstwerk?

Was ist Kunst oder gute Kunst? Das ist eine der am häufigsten gestellten Fragen, die - wie ich glaube - nicht zu beantworten ist. Aber lassen Sie es mich dennoch versuchen. Zunächst muss man den Willen haben, Kunst zu schaffen. Natürlich braucht es auch Talent, eine individuelle Handschrift sowie den Antrieb, sich selbst immer wieder in Erstaunen zu versetzen und ein Kunstwerk mit einer sehr persönlichen Sichtweise und neuen Perspektive auf einen gut bekannten Gegenstand zu schaffen.

Gibt es inspirierende Vorbilder?

Absolut! Da gibt es die flämischen Künstler des 15. und 16. Jahrhunderts, etwa Rogier van der Weyden, Jan van Eyck, Corneille de Lyon, aber auch andere aus der Zeit wie Lucas Cranach der Ältere oder Sandro Botticelli. Weitere Vorbilder sind niederländische Künstler des 17. Jahrhunderts, zum Beispiel Isaac Luttichuys, Johannes Vermeer, Willem Drost und Jacob van Loo. Auch japanische Künstler wie Utamaro und Hokusai sind wichtig sowie Künstler des 20. Jahrhunderts, namentlich Edvard Munch, Manuel Alvarez Bravo, Tina Modotti, Gustav Klimt und Egon Schiele.

Mit welchen Themen beschäftigen Sie sich außerdem?

Das weibliche Gesicht und der Körper einer Frau sind Hauptgegenstand meiner Kunst. Jedes Mal, wenn ein Projekt beendet ist und ich denke, dass ich darin alles Machbare erreicht habe, zeigt es sich, dass ich noch weitere und neue Dinge machen kann.

Welches Projekt würden Sie gerne einmal realisieren?

Ich habe gerade angefangen Kurzfilme zu drehen – ich nenne sie bewegte Fotografien. Es ist spannend, dies weiterzuentwickeln und zugleich eine Menge technische Details zu erlernen.

Carla van de Puttelaar

42, Gruppenausstellungen: YiPArt, Christie's Amsterdam 16. bis 23. Oktober 2010; Show Off, mit der Flatland Gallery, Paris 21. bis 24. Oktober 2010; MOOI, RASA im Koninklijk Museum voor Schone Kunsten, Antwerpem vom 23. Oktober bis 6. Dezember 2010;
Preise (Auswahl): Finalistin für den Margaret Julia Cameron Award 2010, lobende Erwähnung beim International Photography Awards 2009, Prix de Rome 2002
http://www.carlavandeputtelaar.com
info@carlavandeputtelaar.com

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