Akt Now - Aktfotografie

Akt Now: Spencer Green

Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktbilder junger Fotografen. Diesmal: Spencer Green, der sich von Jazz-Bildern inspirieren lässt
Junge Aktfotografie:Die besten Aktbilder junger Fotografen

"Die Freiheit und die Ehrlichkeit von Nacktheit sind echt inspirierend", Spencer Green: "Untitled"

Was reizt Sie an dem Thema Akt?

Die Freiheit und die Ehrlichkeit von Nacktheit sind echt inspirierend.  

Wie weit würden Sie gehen? Gibt es Tabus?

So viel denke ich darüber nicht nach. Ich will nicht zu weit gehen, mir gefällt es einfach, mit Farben und Körpern zu experimentieren. Egal welche Idee in meinen Kopf kommt – wenn sie sich gut anfühlt, mache ich es einfach.

Wann wird ein Akt zum Kunstwerk?

Wenn es Gefühle in dir hervorruft, dann ist es Kunst.

Gibt es inspirierende Vorbilder?

Musik ist wahrscheinlich meine größte und erste Inspirationsquelle. Auch Gott, meine Mutter, Farben und jedes Mädchen, mit dem ich eine intime Bindung hatte. Die ersten Fotografen, denen ich meine Aufmerksamkeit schenkte, waren Jim Marshall und Gordon Parks. Eindrücke aus der Popkultur sind auch eine große Inspiration. Ich selbst bin auch Jazz Musiker, also versuche ich manchmal die Fotos der Musiker aus den Vierzigern, Fünfzigern nachzuahmen. Jemand hat mir mal gesagt, dass meine Arbeit ihn an das Cover von Ohio Players Album "Honey" erinnert. Genau diese Zeit von schwarzer Schönheit und Kunst finde ich so cool. Wenn ich heute auf Künstler schaue, dann nehme ich meine Inspiration von meinen Freunden Kendrick Daye und Corey Davis. Beide sind namenhafte Künstler und für mich wie Brüder.

Was war der peinlichste Moment?

Ich mache oft Shoots an riskanten Orten. Einmal habe ich meine Freundin Neicy fotografiert, sie ist meine Muse. Für mich ist sie nicht nur inspirierend, sondern es macht auch echt Spaß, mit ihr zu arbeiten. Oft hängen wir einfach nur rum, und plötzlich kommen die Ideen für eine Aufnahme. Eines Tages, auf dem Weg nach Hause, sah ich so ein verlassenes Gebäude in East Point bei Atlanta. Ehemalige Sozialbauten. Sofort habe ich Neicy angerufen: "Hier stehen ganz geile verlassene Hütten – Bock auf ein Fotoshooting?" Sie sagte "Klar Alter!" Also habe ich sie abgeholt, und wir fingen an, da zu arbeiten. Natürlich habe ich nicht an Ratten oder Drogensüchtige gedacht, die hier leben könnten. Das wurde dann noch ziemlich gruselig.

Welche Rolle spielen die Inszenierung und der Zufall in ihren Fotografien?

Ich inszeniere eigentlich nicht. Alles ist eher Zufall. Ich will das Natürliche einfangen.

Welches Projekt würden Sie gerne einmal realisieren?

Viele. Ich will mit Streetwear-Marken zusammenarbeiten, als Kreativchef für Lookbooks, Werbung usw. Dann will ich ein paar Ausstellungen machen und Audio- sowie Video-Projekte. Mein Traum wäre es allerdings, für eine Kreativagentur zu arbeiten, oder sogar eine eigene zu führen.

<b>Steckbrief</b>:

Hochschule/Ausbildung: Morehouse College
 


Alter: 24
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