Akt Now - Aktfotografie

Akt Now: Andrej Glusgold

Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktbilder internationaler Fotografen. Diesmal: Andrej Glusgold, der mit seinen Inszenierungen Erotik und Spiritualität vereint.
Junge Aktfotografie:Die besten Aktbilder internationaler Fotografen

Andrej Glusgold will mit seinen Aktbildern in eine rätselhafte Welt entführen: "Brittany"

Was reizt Sie an dem Thema Akt?

Das Thema der Aktfotografie beschäftigt mich, seit ich als Jugendlicher die Bilder des französischen Fotografen Jean-Loup Sieff entdeckt habe.

Es war deren eigentümliche Melancholie und atmosphärische Dichte, die mich immer wieder zu eigenen Werken inspiriert haben. Dabei interessiert mich die schöne Darstellung eines schönen Körpers, die in den meisten Fällen nur als Projektionsfläche für männliche Fantasien gilt, nur am Rande. Vielmehr möchte ich einen visuellen Raum erschaffen, in dem Erotik und Spiritualität keine Gegensatzpaare, wie jahrtausendelang von der Kirche propagiert, sondern eine Einheit darstellen.

Wie weit würden Sie gehen? Gibt es Tabus?

Ich würde immer nur so weit gehen, wie das Model sich wohl fühlt.

Wann wird ein Akt zum Kunstwerk?

Was Kunst ist, entscheiden heutzutage Kuratoren und Sammler. Ansonsten wird ein Akt für mich erst dann richtig interessant, wenn ich mich dabei nicht nur am Anblick liebreizender Damen erfreue, sondern in eine eigene Welt entführt werde, die mir mehr Rätsel als Antworten bietet.

Gibt es inspirierende Vorbilder?

Ihr Name ist Legion ... Es gibt zu viele. Aber vor nichts habe ich so große Achtung wie vor der Malerei.

Was war der peinlichste Moment?

Peinlich war mir früher der Augenblick, in dem das Model sich entkleidete. Diesen abrupten Übergang von der Normalität zur Intimität, der normalerweise nur Liebenden vorbehalten ist, fand ich oft etwas brutal. Heutzutage ist es mir nur dann peinlich, wenn eine Idee, die ich mir überlegt habe, in der Umsetzung nicht funktioniert und ich zu Plan B übergehen oder improvisieren muss.

Welche Rolle spielen die Inszenierung und der Zufall in Ihren Fotografien?

Auch der Zufall ist inszeniert. Denn die Zufälle ziehen wir durch unser Inneres an. "Wie Innen, so Außen" ist eine der Hauptmaximen jedweder Esoterikströmung. Generell mag ich es, ein paar Ideen im Vorfeld zu entwickeln. Aber ich kann auch gut improvisieren, ausgehend von dem, was da ist.
"Ich bin wie ein Samurai. Ich nehme jede Herausforderung an", hat mal Nobuyoshi Araki gesagt.

Welches Projekt würden Sie gerne einmal realisieren?

Ich verfolge oft simultan verschiedene Projekte. Aktfotografie ist nur ein Teilaspekt meines Werks. Ich würde gern wieder regelmäßiger zeichnen.

Steckbrief:

Hochschule/Ausbildung: Hochschule für Künste Bremen

Preise/Stipendien: s. Webseite

Alter: Forever Young!


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mail@glusgold.com