Akt Now! - Aktfotografie

Akt Now: Ricardo Passaporte

Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktbilder junger Fotografen. Diesmal: Ricardo Passaporte mit wohlkomponierten Schnappschüssen
Junge Aktfotografie:Die besten Aktbilder junger Fotografen

Ricardo Passaporte: "Untitled", 2014

Was reizt Sie an dem Thema Akt?

Jede Art der Intimität kann, unabhängig von Zeit und Ort, ein passender Gegenstand sein, um sich auf die Suche nach neuen Formen der Ästhetik zu begeben.

Es ist gleichsam ein gutes Mittel, körperbasierte Konzepte zu erarbeiten und Beziehungen zwischen Objekt, Körper und Raum zu erstellen.

Wie weit würden Sie gehen? Gibt es Tabus?

Es gibt keine Tabus. Ich würde mich selber dennoch nicht als Nackt- oder Sexfotograf betrachten. Wenn die Idee oder das Konzept den Körper selbst zum Gegenstand macht, ergibt das Sinn für meine Arbeit. Die Nacktheit der Nacktheit wegen, sozusagen der menschliche Körper ohne ästhetischen Anspruch oder konzeptuelle Grundlage, interessiert mich nicht wirklich.

Wann wird ein Akt zum Kunstwerk?

Wenn der Akt auf eine intelligente Weise dargestellt ist und eine konkrete Idee oder ästhetische Vorstellung vermittet, die weit weg von aktuellen Klischees ist, besitzt er meiner Ansicht nach künstlerischen Wert.

Gibt es inspirierende Vorbilder?

Alles kann mich inspirieren. Grundsätzlich hat jeder Mensch einen naturgegebenen Filter, der die Arbeit persönlich und ehrlich macht. Natürlich gibt es einige Künstler oder Fotografen, deren Werke ich besonders schätze. Zumeist diejenigen, die der Idee ihrer Werke eine höhere Relevanz einräumen als der Technik.

Was war der peinlichste Moment?

Glücklicherweise gab es bisher keinen, aber ich bin ja noch jung. Vielleicht geschieht es eines Tages, dann werde ich Sie darüber informieren.

Welche Rolle spielen die Inszenierung und der Zufall in Ihren Fotografien?

Bei Fotografien, in denen der Körper die Grundlage bildet, hat Inszenierung stets Priorität. Zumeist hat man für jedes Bild eine kleine Skizze mit der Idee und dem generellen Plan als Vorlage. Der Rest der fotografischen Arbeit hängt vom Zufall ab. Man kann es sich wie ein visuelles Tagebuch vorstellen, das keiner Planung oder vorgefertigter Szenen bedarf.

Welches Projekt würden Sie gerne einmal realisieren?

Mein Ziel ist es, stets schöpferisch zu sein. Ich arbeite mit unterschiedlichsten Medien wie Malerei, Fotografie, Installation, Modedesign und Illustration. Ich hätte natürlich gerne immer Dinge in meinem Leben, die mich zufriedenstellen: Auftragsarbeiten, Ausstellungen, Modekollektionen.

Ricardo Passaporte

Nächste Ausstellung: Galerie Association d´ideés, Marseille

Ausbildung: Master in Fashion design (UBI, Universidade da Beira Interior)

Alter: 26
http://ricardopassaporte.com
ricardo.passaporte@gmail.com