Akt Now: Brittany Markert - Aktfotografie

Brittany Markert

Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktbilder junger Fotografen. Diesmal: Brittany Markert
Aktfotografie:Die besten Aktbilder junger Fotografen

Brittany Markert: "In Rooms"

Was reizt Sie an dem Thema Akt?

Die Form und die subtilen Details des Körpers inspirieren mich zur Aktfotografie: die sich wölbende Rundung einer weiblichen Hinteransicht, Haar, wie es einen Rücken herunterfließt, der Umriss des Brustkorbs während eines tiefen Atemzugs, um nur einiges zu nennen.

Der Körper kann so einfach Schönheit in einem romantischen Sinn mit subtilen Eigenheiten und einzigartigen Formen verschmelzen. Entgegen einer komponierten Ansicht inspirieren mich die Momente, in denen sich Leute wie alltäglich bewegen, wenn niemand um sie herum ist – baden, in Unterwäsche kochen, nackt herumliegen sowie Akte der Intimität.

Wie weit würden Sie gehen? Gibt es Tabus?

Typischerweise bin ich mir meiner Grenzen nicht bewusst. Die meisten meiner Fotografien, ob sie nun modisch inspiriert sind oder nicht, entstehen spontan. Manchmal lege ich eine Handlung fest und plane Bildkompositionen, aber für die meisten Situationen bevorzuge ich es, das Fortschreiten meiner Beziehung zu dem Model einzufangen. Ich beabsichtige niemals, irgendwelche Bilder von Nacktheit zu erzwingen. Ich kann nicht sagen, dass es Tabus gibt, es ist alles sehr subjektiv für Künstler und Betrachter.

Wann wird ein Akt zum Kunstwerk?

Nochmals die Phrase "das Kunstwerk ist von der subjektiven Sichtweise jedes Betrachters und Künstlers abhängig". Ich betrachte ein Foto als ein Kunstwerk, wenn es eine authentische Reflektion des Künstlers ist und ein gewisses Maß technischer Brillanz besitzt. Es gibt auch einen Unterschied zwischen einem großen Fotografen und einem großen Künstler, und konsequenterweise gibt es große Fotografien und große Stücke der Kunst.

Gibt es inspirierende Vorbilder?

Seit mich ein junger Alfred Hitchcock, David Lynch und Tim Burton auf verschiedene Weise inspiriert haben. Hitchcock benutzte Perspektive, Voyerismus, Licht und Schatten sowie Schönheit in visuell bemerkenswerten Meisterstücken, während David Lynch sehr schön das Seltsame und Alltägliche in einer farbenprächtigen Reise unterbewusster Reflektion verknüpft. Sie sind Meister darin, ausgeprägte, authentische und mühelose Welten mit einprägsamen Charaktern zu schaffen. Alle drei berühren mein Unterbewusstsein und lassen mich nach dem Anschauen ihrer Werke hypnotisiert und verwundbar zurück. Ich ziehe auch Inspiration aus dem Maler Francis Bacon. Ich bewundere sehr seine Fähigkeit des abstrakten Darstellens eines Porträts mit Unschärfe, Schatten und jenseitigen Dimensionen. Die Francis-Bacon-Ausstellung in der Londoner Tate Gallery 2008 hat meine Kreativität mehr angeregt als jede andere, die ich jemals zuvor besucht habe.

Mit welchen Themen beschäftigen Sie sich außerdem?

Ich bin fasziniert von Studien des Unterbewussten und unterbewussten Sehnsüchten, der Nicht-Linearität von Träumen, Voyerismus und Intimität.

An welchem Projekt arbeiten Sie gerade?

Seitdem ich im Januar mit der Fotografie begonnen habe, nehme ich immer meine Polaroidkamera zu den Fotoshootings mit. Mein Polaroid-Tagebuch ist die Dokumentation der Gedanken, die ich als erstes bei einem Shooting habe und/oder die vorkonzipierten Bilder, die ich mir vor dem Shooting ausdenke. Es ist eine Studie meiner Gedanken, Träume und meines Unterbewusstseins. Ich werde es weiter benutzen, um meine ersten Ideen bei den Shootings zu dokumentieren und hoffe, diesen Vorgang in einer Galerie oder eines Tages als ein Fotobuch zu veröffentlichen. In diesem Zusammenhang habe ich vor, meine Sammlung von Badewannen-Porträts und städtischen Skylines zu erweitern, eine Kombination von Intimität und traumähnlichen Erzählungen.

Brittany Markert

B.A Abschluss in Mathematik
Alter: 23


http://www.in-rooms.com
brittanymarkert@gmail.com

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