Akt Now: Shae DeTar - Aktfotografie

Akt Now: Shae Acopian DeTar

Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktbilder junger Fotografen. Diesmal mit Aufnahmen der amerikanischen Fotografin Shae DeTar, deren Arbeiten unter anderem von Vincent van Gogh, Salvador Dalí oder Jane Austen inspiriert sind.

Was reizt Sie an dem Thema Akt?

Fotografieren und anschließend meine Aufnahmen zu colorieren, finde ich beruhigend und befreiend. Der menschliche Körper ist so schön, und ich genieße es, Bilder von Frauen aus der Perspektive einer Frau zu machen.

Ich platziere meine Musen oft in der Natur, ich versuche kleine surreale Welten zu zaubern – oft mit Hilfe der Landschaften oder Farben, um es wie einen Traum wirken zu lassen.


Wie weit würden Sie gehen? Gibt es Tabus?

Darüber denke ich gewöhnlich gar nicht nach. Ich mache einfach Bilder, die mich persönlich ansprechen. Es hängt alles davon ab, in welcher Stimmung ich mich gerade befinde, oder was ich mit meiner Arbeit zum jeweiligen Zeitpunkt ausdrücken möchte. Ich bin Feministin, und ich spüre, dass sich die Bedeutung dieses Wortes in den letzten Jahren verändert hat, dass Frauen ihre Sexualität zurückverlangen und was das für sie in der heutigen Gesellschaft bedeutet. Ich bemühe mich, starke Frauen zu zeigen, die frei sind und sich nicht für ihrer Körper schämen, unabhängig von ihrer Figur.

Wann wird ein Akt zum Kunstwerk?

Das hängt davon ab, wer sich das Bild anschaut und wie das Bild interpretiert wird. Ich glaube nicht, dass jemand diese Frage wirklich beantworten kann. Es ist alles relativ.

Gibt es inspirierende Vorbilder?

Die Maler des Impressionismus sind meine absoluten Favoriten, van Gogh, Manet, Monet, Degas... Ich liebe auch Matisse, Klimt, Egon Schiele, Dalí und Vuillard. Auch das Medium Film ist mir wichtig... Terrence Malik, "Darjeeling Limited" und jeder Film nach einem Buch von Jane Austen begeistern mich. Ich finde auch meine Freundin, die Regisseurin Alma Har'el und ihr wunderbares Video "Fjogur Piano" super inspirierend. Mein Freund der Künstler Dan Estabrook ist auch unglaublich, oder Sally Mann und Sarah Moon. So viele Menschen inspirieren mich.

Was war der peinlichste Moment?

Mir fällt keiner ein.

Welche Rolle spielen die Inszenierung und der Zufall in ihren Fotografien?

Der Ort ist ziemlich wichtig für mich. Ich suche und suche tagelang, um die richtigen Stellen zu finden. Ich mag es, eine generelle Idee davon zu haben, was ich an dem Tag fotografieren möchte, aber ich mag es auch, wenn Dinge passieren, die nicht geplant waren... Ich versuche die Balance zu halten.

Welches Projekt würden Sie gerne einmal realisieren?

Ich würde liebend gerne in Galerien in Europa ausstellen, und ich würde wirklich gerne für Fashion-Magazine wie "I.D.", "Purple", "Another", "Pop", "V", "Muse" etc. etc. fotografieren. Und ich hoffe, dass ich eines Tages eine Fotografie-Agentur finde, die mich vertritt. Das würde mir sehr viel bedeuten, einen Insider zu haben, der an mich glaubt, mir hilft und mich leiten kann. Große, große Träume... Ich weiß.

Shae DeTar

Shaed DeTar lebt und arbeitet in New York, USA
http://shaedetar.com/idutpw7mkjfx69cxh2l3jp0m1tcncl