Akt Now - Emanuele Ferrari

Akt Now: Emanuele Ferrari

Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktbilder junger Fotografen. Diesmal: Emanuele Ferrari, der mit seinen Bildern Geschichten erzählen und die Vorstellungskraft des Betrachters anregen möchte.
Junge Aktfotografie:Die besten Aktbilder junger Fotografen

Emanuele Ferrari: ohne Titel

Was reizt Sie an dem Thema Akt?

Reizen ist nicht das richtige Wort. Faszinieren, das wäre eine gute Beschreibung. Der Körper sagt etwas über uns aus, etwas das hinter dem Sichtbaren liegt.

Eine nackte Brust, ein Rücken, eine Silhouette von hinten: All das öffnet die Türen unserer Vorstellung.

Wie weit würden Sie gehen? Gibt es Tabus?

Wenn ich für die Aufnahme abdrücke, bin ich jemand anderes. In dem Moment geht es nur um das Fotografieren. Deshalb kenne ich keine Grenzen oder Tabus. Trotzdem wird mein Arbeit dadurch nicht bösartig.

Wann wird ein Akt zum Kunstwerk?

Wenn sich jemand das ganze Bild anschaut und nicht nur die Brüste, den Arsch oder die Beine. Man muss sich einen generellen Überblick verschaffen. Wenn man dann die Augen schließt, sollte man sich mehr vorstellen können, als was eigentlich zu sehen ist. Ein gutes Foto kann sich dann sogar, wie von Zauberhand, in eine Geschichte verwandeln.

Gibt es inspirierende Vorbilder?

Generell versuche ich meine Inspiration aus dem Moment zu gewinnen, in dem ich fotografiere. Aber klar gibt es Fotografen, die ich schätze und deren Arbeiten mich inspirieren und von denen ich mich auch mal inspirieren lasse: Purienne, Sotelo, Nunez, Akila Berjaoui, Bellemere und Alexander Tikhomirov. Das sind für mich wahre Meister.

Was war der peinlichste Moment?

Ich muss gestehen, das mir bisher nichts wirklich Schlimmes passiert ist. Da hatte ich Glück. Aber es gibt natürlich immer wieder die kleinen Momente, die einen irritieren: Narben an undenkbaren Stellen, manchmal Haare, wo man sie nicht erwartet – so etwas eben. Aber wirklich peinlich ist das nicht.

Welche Rolle spielen die Inszenierung und der Zufall in ihren Fotografien?

Für mich ist Inszenierung nicht so wichtig. Ich bevorzuge das Natürliche, das Spontane. Die Stimmung hängt am Ende vor allem von der Kulisse ab.

Welches Projekt würden Sie gerne einmal realisieren?

Mein Traum ist es, die Fotografie weiterhin mit Leidenschaft zu kultivieren. Es wäre schön, wenn ich in ein paar Jahren vielleicht zum Vorbild für junge Fotografen werden. So, wie es die oben Genannten für mich sind. Und dann in zehn Jahren, wieso eigentlich nicht schon früher, würde ich gerne ein Buch mit meinen besten Aufnahmen rausbringen.

Emanuele Ferrari

Alter: 38

Nächste Ausstellung: Elba, Italien

Ausbildung: Universität
http://www.emanueleferrari.it
info@emanueleferrari.it