Akt Now - Aktfotografie

Akt Now: Matt Tammaro

Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktbilder junger Fotografen. Diesmal: Matt Tammaro
Aktfotografie:die besten Aktbilder junger Fotografen

Matt Tammaro: "Jill in Bed (Hands and Feet)", 2009

Was reizt Sie an dem Thema Akt?

Meine Ideen gehen irgendwie immer in diese Richtung. Ich wünschte, ich wüsste warum, aber ich bin mir nicht sicher. Ich bin definitiv von der "Schönheit" angezogen und es gibt auch Fantasieelemente - zumindest trifft das auf meine Arbeit zu.

Genau das mag ich auch an anderen Arbeiten, die Nacktheit ist so verführerisch. Es zeigt die verwundbarsten Stellen des Subjekts, was wiederum für den Betrachter ein Weg ist, in das Bild einzutauchen. Es ist ein Privileg für den Betrachter, das Model so sehen zu dürfen. Das ist im sexuellen, aber auch im romantischen Sinne anziehend, denn das Modell erlaubt es dir, es so zu betrachten. Du wirst ein Teil von etwas, was nicht alltäglich ist, ein Teil von etwas sehr persönlichen.

Wie weit würden Sie gehen? Gibt es Tabus?

Natürlich gibt es immer Fotos, die nicht sehr ansprechend sind. Aber ich denke nicht, dass diese zwangsläufig "zu weit" gehen. Ob es Kunst ist oder nicht, hängt nicht unbedingt von der Extremität und dem Schockeffekt der Bilder ab. Ich denke, vom Künstler muss eine gewisse Ernsthaftigkeit ausgehen, denn sonst sind extreme Darstellungen nicht wertvoll. Andererseits denke ich, gibt es moralische Grenzen, die Menschen nicht überschreiten sollten. Aber diese Grenzen sind individuell und selbstverständlich sehr subjektiv.

Wann wird ein Akt zum Kunstwerk?

Ich glaube, Kunst kann all das sein, was man als Kunst bezeichnet. Ob dies auf allgemeine Zustimmung trifft, ist eine andere Sache, und ob diese Auffassungen richtig sind, ist wiederum eine andere Sache. Und wer kann schon sagen, was richtig und falsch ist. Ist es denn wirklich von Bedeutung, ob man es Kunst nennt oder nicht? Ich denke, wenn der Betrachter etwas von den Bildern mitnimmt, dann kann man es als wertvoll klassifizieren.

Gibt es inspirierende Vorbilder?

Lucien Freud, Matisse, Aneta Bartos, Dirk Braeckman, Jock Sturges, Ryan McGinley, Paolo Roversi, Turner ...

Mit welchen Themen beschäftigen Sie Sich außerdem?

Fantasie, Romantik, Menschen, persönliche Nostalgie und Schönheit fallen mir spontan ein.

Welches Projekt würden Sie gerne einmal realisieren?

Da gibt es einige, mit denen ich mich gerade befasse. Ich würde gerne etwas mit Swingern machen, ein Landschaftprojekt und vor allem viel Portraitfotografie.

Matt Tammaro

Steckbrief: Der 24 jährige Fotograf lebt und arbeitet in Toronto, Kanada. Dort machte er seinen Bachelor of Fine Arts in Photography an der Ryerson University.


http://www.matthewtammaro.com
matt@matthewtammaro.com