Akt Now - Aktfotografie

Gabriele Chiapparini

Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktbilder junger Fotografen. Diesmal: Gabriele Chiapparini
Junge Aktfotografie:Die besten Aktbilder junger Fotografen

Gabriele Chiapparini: "Die in Bed", 2011

Was reizt Sie an dem Thema Akt?

Wir werden nackt geboren. Wenn ich ein großartiges Porträt von jemandem festhalten möchte, dann versuche ich, das Subjekt ohne irgendwelche Dinge außer ihm oder ihr vor mir zu haben.

Das ist der beste Weg, jemanden zu "sehen" – zugleich von außen und innen. Die Stärke liegt darin, die Intimität von jemandem zu suchen, zu sehen und zu versuchen, sie in einem Bild zu zeigen.

Wie weit würden Sie gehen? Gibt es Tabus?

Natürlich. Die Welt ist voller Tabus, besonders hier in Italien. Ein Akt ist kein leichtes und einfaches Konzept. Es ist ein großes Tabu. Viele Leute fragen mich, warum ich ein nacktes Model brauche, um ein Bild zu machen. Die Meisten denken nicht, dass ein Aktfoto eine gute Sache ist – und auch nicht, dass es gut ist, vor jemand anderem nackt zu sein. Wenn man das als Fotograf oder Model macht, muss man vorsichtig sein, mit wem man darüber spricht.

Wann wird ein Akt zum Kunstwerk?

Das ist schwer zu beantworten. Ich denke, alle wirklich guten Akte zeigen eine Art der Erforschung. Des Körpers, der Intimität und der Scham.

Gibt es inspirierende Vorbilder?

Ja, sicher. Man Ray, Gustavo Cisneros, Sarah Moon und einige Freunde.

Mit welchen Themen beschäftigen Sie sich außerdem?

Ich glaube, mit der See und dem Ozean.

Welches Projekt würden Sie gerne einmal realisieren?

Ich würde wirklich gern eine Reportage über Genuss fertig stellen und ein neues Reiseprojekt mit dem Titel "Four Lines". Außerdem suche ich Regisseure, die mir helfen, meine Bildern als Kurzfilme in Bewegung zu setzen.

Gabriele Chiapparini


http://gabriele.carbonmade.com/