Junge Aktfotografie

Akt Now: Alessandro Casagrande

Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktbilder junger Fotografen. Diesmal mit Aufnahmen von Alessandro Casagrande, weißen Leinwänden und einem ewigen Traum.
Akt Now: Alessandro Casagrande

Alessandro Casagrande: "Italy Mountains"

Was reizt Sie an dem Thema Akt?

Was mich wirklich am Thema Akt reizt ist die Tatsache, dass der Fokus gar nicht auf der Nacktheit liegt. Die Spannung entsteht durch den speziellen Moment und die Verbindung, die zwischen mir und dem Modell entsteht. Ein Gefühl von Freiheit, Natürlichkeit. Wir wachsen in einer Gesellschaft auf, die mit Sex durchtränkt ist, vom Fernsehen bis zur Musik. Die Werbung sagt uns was und warum wir etwas tragen sollen. Nackt sein bedeutet so zu sein, wie du bist. Das ist aufregend.

Wie weit würden Sie gehen? Gibt es Tabus?

Ich setze der Kreativität als Kunstform keine Grenzen. Ich bin offen für Experimente und treibe mich immer weiter an. Aber wir alle haben Prioritäten, mögen manche Dinge lieber als andere und das überträgt sich auf unsere Entscheidungen, meine Fotos sind also ein Spiegel meiner Vorstellung.

Wann wird ein Akt zum Kunstwerk?

Wenn man ein Bild ansieht und einfach alles zusammenpasst. Wenn die Augen nicht nur auf den nackten Körper fokussiert sind, sondern sich über das Bild bewegen, hoch und runter, ins Licht und die Atmosphäre. Und man fühlt, dass in genau diesem Bild etwas ist. Jedes Kunstwerk ruft andere Gefühle hervor.

Wer oder was inspiriert Sie?

Frauen sind meine Hauptinspirationsquelle. Die richtige Geschichte kommt immer erst nachdem ich die richtige Frau getroffen habe, dann weiß ich genau, was ich tun will. Außerdem sind Natur und Ort essenziell. Sie sind miteinander verbunden, das eine ist vom anderen abhängig. Manchmal ist es ein Lächeln, manchmal die Landschaft und der Sonnenuntergang. Seit Jahren versuche ich, mich nicht von anderen Fotografen beeinflussen zu lassen. Ich versuche leer zu sein, wie eine Leinwand und nehme meine Inspiration aus dem, was täglich um mich herum passiert. Das ist heutzutage wegen der vielen Bilder, die wir sehen sehr schwierig, aber es ist der einzige Weg, der uns dazu bringt, uns mehr vorzustellen.

Akt Now: Aurélien Buttin
Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktfotos junger Fotografen. Diesmal mit den verspielten Aktbildern von Aurélien Buttin

Gab es auch peinliche Momente?

Nein, peinliche Momente gab es nie.

Welche Rolle spielt die Inszenierung und der Zufall in Ihren Fotografien?

Die Inszenierung im Kopf ist wichtig, bevor das Foto gemacht wird. Das bedeutet, man muss fantasieren, um ein Resultat zu erhalten. Während des Shootings gibt es eine bestimmte Energie und alle Inszenierungen entwickeln sich darin. Ich kann es nicht Zufall nennen, weil ein gutes Foto nicht dem Zufall überlassen werden kann. Wir müssen darauf achten, die Geschichte so zu fühlen, als wären wir ein Teil von ihr.

Welches Projekt würden Sie gerne einmal realisieren?

Ein Künstler zu sein ist ein niemals endender Traum, weil er sich jeden Tag mit unserem Leben und unserem Selbst weiter entwickelt. Mein Hauptziel ist es, mich ständig zu verbessern. Dafür möchte ich weitermachen, mit dem, was ich tue, experimentieren und meine Träume weiter ausbauen.

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Die besten Aktbilder junger Fotografen – jede Woche neu!