Marianna Rothen - Akt Now

Akt Now: Marianna Rothen

Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktbilder junger Fotografen. Diesmal mit wunderbaren Retro-Akten der in New York lebenden Künstlerin Marianna Rothen.
Junge Aktfotografie:Marianna Rothen feiert das Leben

Die Fotografin Marianna Rothen ist inspiriert von den Regisseuren des frühen und mittleren 20. Jahrhunderts. Marianna Rothen: "Untitled 5", aus der Serie "Hollie", 2012

Was reizt Sie an dem Thema Akt?

Nackt zu sein ist das Natürlichste und Schönste für jeden Menschen. Es ist die grundlegendste Form.

Das Beste an Akfotografie ist, dass der Körper frei von jeder Zuschreibung ist, die durch Kleidung erzeugt wird.

Wie weit würden Sie gehen? Gibt es Tabus?

Bei meiner Arbeit gibt es keine Tabus – sie interessieren mich einfach nicht. Manchmal nutzen Fotografen bewusst Tabus, um einen Schock zu erzeugen. Ich finde, das schafft man auch subtiler.

Wann wird ein Akt zum Kunstwerk?

Eine Aktfotografie ist denselben Kriterien unterworfen, wie andere Kunst auch. Da gibt es für mich keinen Unterschied.

Gibt es inspirierende Vorbilder?

Filme und die Charaktere in ihnen inspirieren mich. Das trifft besonders auf ältere Filme zu, denn ich liebe es, wie die Zeit den Blick darauf ändert. Natürlich sind da die großen Regisseure zu nennen: Polanski, Altman, Antonioni und Bergman. Nicht unbedingt alle Frauen in ihren Filmen wurden als stark dargestellt, aber ich glaube, dass sie es trotzdem waren.

Was war der peinlichste Moment?

Haha. Ich kann mich wirklich an keinen erinnern. Wenn ich Akte fotografiere, stelle ich sicher, dass die Personen, mit denen ich arbeite, wissen auf was sie sich einlassen. Ich denke, das sorgt für eine sehr entspannte Atmosphäre.

Welche Rolle spielt die Inszenierung und der Zufall in ihren Fotografien?

Alle Shootings plane ich so gut ich kann. Ich brauche eine Blaupause, auf die ich mich verlassen kann. Oft passieren natürlich Dinge, mit denen ich wirklich nicht gerechnet habe. Darauf stelle ich mich einfach ein. Ich denke, ich kann meine Bildwelt nur bis zu einem bestimmten Punkt alleine erschaffen – dann beginnt sie von alleine zu weiterzuwachsen.

Welches Projekt würden Sie gerne einmal realisieren?

Ich träume davon, dass sich meine Arbeit ständig weiterentwickelt. Jedes Projekt, das mich nur ein Stück weiterbringt, erfüllt mich sehr.

Marianna Rothen

Alter: 32

Nächste Ausstellung: "Pheromone Hotbox", Steven Kasher Gallerie, New York, 22. Januar bis 28. Februar 2015
http://www.mariannarothen.com/
marianna@mariannarothen.com

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