Akt Now! - Aktfotografie

Akt Now: Robin de Puy

Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktbilder junger Fotografen. Diesmal: die aufmerksame Robin de Puy
Junge Aktfotografie:Die besten Aktbilder junger Fotografen

Robin de Puy: "Danza Voluminos"

Was reizt Sie an dem Thema Akt?

Für mich ist Nacktheit gleichbedeutend mit Sinnlichkeit. Es geht immer um Wahrheit und die echte Persönlichkeit. Es gibt nichts zu verstecken, weder für das Model, noch für mich.

Oft arbeite ich für Magazine und Zeitungen, was bedeutet, dass ich viel mit Stylisten zu tun habe. Vor allem für Modemagazine spielen Kleider eine große Rolle. Kleidung kann interessant sein, aber für mich bildet sie nicht den wichtigsten Aspekt eines Bildes. Insbesondere der Körper und auch das Gesicht wecken mein Interesse.

Wie weit würden Sie gehen? Gibt es Tabus?

Für mich existieren nicht viele Tabus. Obwohl... eines gibt es da doch. Respekt vor dem Model zu haben, ist meine größte und wichtigste Regel beim Arbeiten. Wenn Sie sich in einer bestimmten Pose unwohl fühlt oder ihr das Bild am Ende nicht gefällt, mache ich keinen Gebrauch davon. Das größte Tabu für mich ist daher, das Model zu etwas zu überreden, was sie eigentlich nicht möchte.

Wann wird ein Akt zum Kunstwerk?

Wann wird Kunst zu Kunst? Eine Frage, die eine Reihe möglicher Antworten bietet. Für mich sind die meisten Bilder Kunst. Welches Bild könnte an meiner Wand hängen? Das, was mich dauerhaft anzieht, nicht weil es perfekt ist, sondern weil es etwas Eigentümliches hat, das mich immer wieder packt.

Gibt es inspirierende Vorbilder?

Die meisten Aktfotografen gefallen mir tatsächlich nicht, weil sie den Körper ausschließlich auf eine möglichst sinnliche, perfekte und gleichmäßige Art ablichten. Für mich ist das nicht interessant genug. Mir gefällt die Arbeit von Paul Kooiker, weil er auf eine andere Art Gebrauch vom Körper macht. Er experimentiert in seinen Fotogafien mit ihm.

Gab es einen peinlichen Moment?

Nein, bevor ich anfange zu fotografieren, mache ich klare Vereinbarungen. Das Model muss sich über ihre eigenen Grenzen im Klaren sein. Zudem arbeite ich immer mit einem großartigen Team zusammen. Wenn sich ein Model am Set nicht wohl fühlt, brechen wir sofort ab. Ich würde ein Model aus Interesse an einem guten Bild nie zu etwas zwingen.

Welche Rolle spielen die Inszenierung und der Zufall in Ihren Fotografien?

Manchmal ist der Zufall ein Geschenk, doch zumeist ist es die Aufgabe des Fotografen, den Zufall nicht nur gut, sondern auf seine bestmöglichste Art zu nutzen. Der Zufall liefert dir eine bestimmte Pose oder Bewegung, die Aufgabe des Fotografen ist, diese zu optimieren. Übrigens, wenn man nicht aufmerksam schaut, wird dich der Zufall nie erreichen.

Welches Projekt würden Sie gerne einmal realisieren?

In den Niederlanden habe ich bereits das in die Tat umgesetzt, was mir am meisten gefällt: Fotografieren für einige Wohlwollende, für interessante Magazine oder Zeitungen. Mein Ziel ist, meinen Fotografien im Ausland mehr Raum zu geben.

Robin de Puy

Die Fotografin lebt und arbeitet in Amsterdam. Ihre Arbeiten sind bereits in vielen nationalen und internationalen Magazinen erschienen, darunter "Elle", "L'Officiel", "G-Star", "Volkskrant" und "Linda".

Nächste Ausstellung:

Ausbildung: Magister an der Photo Academy Rotterdam, 2009

Auszeichnungen:

2014: National Portrait Prize

2013: SO (Selection of), Nominierung

2012: Zilveren Camera, Portrait, 3. Platz

2012: PANL, commissioned fashion, Bronze

2011 - 2009: vielzählige Nominierungen bei PANL (Photographers association of the Netherlands)

2009: Photo Academy Award


Alter: 27

Robin de Puy auf Sticky Stuff
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