Akt Now! - Aktfotografie

Akt Now: Rachel Roze

Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktbilder internationaler Fotografen. Diesmal: die amerikanische Fotografin Rachel Roze mit Fotos aus Sizilien und ihrem selbst herausgegebenen Magazin "Rozes Are Red".
Junge Aktfotografie:Die besten Aktbilder internationaler Fotografen

Rachel Roze: "Ohne Titel"

Was reizt Sie an dem Thema Akt?

Nackt zu sein ist einzigartig. Man sieht eine Person in ihrem reinsten und verletzlichsten Moment.

Und ich denke, es läuft oft auf die Tatsache hinaus, dass wir andere Menschen nicht jeden Tag nackt sehen. Wir werden unweigerlich in den Bann des Unverfälschten gezogen, sobald wir jemanden hüllenlos sehen.
Der menschliche Körper war seit jeher Thema in der Kunst, ob in der Malerei oder Bildhauerei und ist mit Abstand die einzigartigste Kreation Gottes. Gott hat uns bereits all die Schönheit gegeben, die wir bekommen können. Ich liebe es, jemanden nackt zu fotografieren, weil der Körper – eingefroren im Moment – etwas Zeitloses ist, was niemals aus der Mode kommen kann.

Wie weit würden Sie gehen? Gibt es Tabus?

Ich bin mir verschiedener Tabus bewusst, sehe aber keines als Grenze an. Wenn ich mir vorgenommen habe, jemanden zu fotografieren, fotografiere ich.

Wann wird ein Akt zum Kunstwerk?

Ein Aktfoto ist dann ein Kunstwerk, wenn der Betrachter es als solches empfindet. Wenn ein Mann ein Bild von seiner nackten Frau macht, die gerade das Make Up entfernt, das er so an ihr liebt, kann das genauso Kunst sein, wie die Fotografie eines Modells, das nackt im Studio eines Fotografen abgelichtet wurde.

Gibt es inspirierende Vorbilder?

Ich finde Inspiration an den seltsamsten Orten, zum Beispiel beim Betrachten einer Grafik im Wartezimmer meines Arztes. Auch Musik, Emotionen, Typografie, Kunst, Essen, Plakate, Geschichte, Erfahrungen und Filme inspirieren mich. Und auch Leute, die gar nichts mit Fotografie zu tun haben, beeinflussen meine Arbeit. Aktuell inspirieren mich aber vor allem Walt Disney, Salvador Dalí und ein Buch über die Fotografin Helen Levitt.

Was war der peinlichste Moment?

Ich darf mich wohl sehr glücklich schätzen, bisher keine peinlichen Momente erlebt zu haben. Ich bin mir aber sicher, dass da noch eine Menge kommen wird.

Welche Rolle spielen die Inszenierung und der Zufall in Ihren Fotografien?

Für mich funktioniert es meistens nicht, etwas zu erzwingen. Es würde das Geschehen unnatürlich verfälschen. Aber ich erkenne die Möglichkeiten in beiden Prozessen. Die Herangehensweisen sind sehr unterschiedlich. Beide sind sehr kraftvoll und und schön.

Welches Projekt würden Sie gerne einmal realisieren?

Einerseits möchte mich als Künstlerin immer verändern, andererseits muss ich auch immer danach streben, mein kreatives Potenzial zu erreichen. Das ist sehr schwer.
Ich habe so viele Ziele. Ich möchte mein Leben lang kreativ sein. Ich möchte mich weiterentwickeln. Und mein größtes Ziel ist es Filme zu machen.

Steckbrief: Rachel Roze

Nächste Ausstellung: Wird erst noch bekannt gegeben

Hochschule/Ausbildung: Brooks Institute of Photography

Rachel Rozes Magazin "Rozes Are Red" kostet 20 Dollar. Man kann es auf der Seite von Paper Work NYC bestellen.
http://www.rachelroze.com
rachelroze1@gmail.com

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