Junge Aktfotografie

Akt Now: Ramona Deckers

Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktbilder junger Fotografen. Diesmal mit natürlichen Aktfotos von Ramona Deckers.
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Ramona Deckers, ohne Titel

Was reizt Sie an dem Thema Akt?

Was du siehst, ist was du bekommst. Das Arbeiten mit nicht-professionellen Modellen ist wichtig und lustig. Plus, der nackte Körper ist schon an sich attraktiv. Es macht Spaß damit zu arbeiten und es gibt Leuten ein Gefühl der Freiheit, des Losgelöstseins.

Wie weit würden Sie gehen? Gibt es Tabus?

Ich gehe so weit, wie der Moment es zulässt. Ich suche nach einem organischen Fluss und einer Emotion. Was auch immer das in den entscheidenden Momenten bedeutet. Nichts ist vorbestimmt, alles ist möglich.

Wann wird ein Akt zum Kunstwerk?

Wenn die Arbeit Männer und Frauen gleichmaßen emotional und intellektuell anspricht. Wenn man fasziniert ist, das Bild einen nicht mehr loslässt und man es den ganzen Tag anschauen möchte.

Gibt es inspirierende Vorbilder?

Reisen zum Beispiel reinigt meinen Geist. Das hilft mir dann im kreativen Ideenprozess. Ich war immer schon von Fotografen wie Nan Goldin oder Larry Clark inspiriert, Künstlern die sich selbst treu geblieben sind und die keine Angst davor haben, Schmerz zu zeigen. Denn dieser ist eben Teil des Lebens. Ungestellte Momentaufnahmen halt.

Was war der peinlichste Moment?

Manchmal habe ich Angst, dass der Film nicht richtig eingesetzt ist. Und einmal war ich in einem Drogenzentrum in einer relativ gefährlichen Gegend in Mexico City, um diese Typen zu fotografieren. Sie haben mir angeboten mit ihnen Gras zu rauchen. Sie wussten, dass ich aus Amsterdam bin, und es schien ihnen wohl wie eine Verbrüderung. Ich hatte erst totale Hemmungen und hab mir vor Angst fast in die Hose gemacht. Aber dir Jungs waren ein witziger Haufen - viele Tränen-Tattoos.
Die Polizei darf sich in dieser Gegend gar nicht zeigen. Ich durfte dort auch keinen Schmuck tragen und manchmal musste ich meine Kameras verstecken. Ich benutzte extra alte, etwas mitgenommene Kameras, so hatte ich weniger zu befürchten.

Aktfotografie: Allan Fredrick:Die besten Aktbilder internationaler Fotografen
Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktbilder internationaler Fotografen. Diesmal: Allan Fredrick

Welche Rolle spielt die Inszenierung und der Zufall in ihren Fotografien?

Das kommt auf das Motiv an und auch darauf, in welcher Verfassung ich bin. Ich liebe Improvisation, Zufall und ich mag es, den Dingen ihren Lauf zu lassen. Manchmal kommen aber auch Ideen für inszenierte Momente auf und dann lasse ich das zu. Aber ich liebe in meiner Arbeit vor allem das Natürliche und Ungestellte.

 

 

 

Welches Projekt würden Sie gerne einmal realisieren?

Ich möchte einfach arbeiten, arbeiten, arbeiten – als Fotografin das tun, was ich liebe. Ich bin hungrig und motiviert zugleich. Ich liebe es Bilder zu machen, während ich auf Reisen bin, neue Leute kennenzulernen. Das Gefühl etwas zu erschaffen, ohne sich große Gedanken zu machen, ist einfach das Beste. Ich würde gerne die Serien ausarbeiten, die ich in letzter Zeit begonnen habe. Dafür fotgrafiere ich Leute, die sich danach sehnen, anders zu sein, die wirklich etwas zu sagen. Ich möchte mit diesen Bilder versuchen, ein echte Geschichte zu erzählen. Mein Traum ist es, einmal auf der ganzen Welt erfolgreich arbeiten zu können.

Ramona Deckers

Ausbildung: Modejournalismus, University of the Arts, London

Alter: 34

Instagram: ramona_deckers_82

Kontakt: me@ramonadeckers.com

 

 

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Die besten Aktbilder junger Fotografen – jede Woche neu!