Junge Aktfotografie

Akt Now: La Fille Renne

Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktbilder junger Fotografen. Diesmal mit den verspielten Aufnahmen von La Fille Renne.
Akt Now: La Fille Renne

La Fille Renne: "Aurore", 2016

Was reizt Dich an dem Thema Akt?

Aktfotografie finde ich aus drei Gründen besonders spannend: Zuerst ist es eine schwierige Angelegenheit – das stimuliert mich. Zweitens habe ich mich während meines Studiums sehr viel mit tierischer und menschlicher Anatomie und Physiologie beschäftigt, das Thema liebe ich sehr. Der Körper ist eine fantastische Maschine mit einer tollen Ästhetik. Drittens ist die Zusammenarbeit mit den Modellen eine Art Fototherapie. Mir gefällt die Idee, Aktfotografie zur Steigerung des Selbstwertes einzusetzen, unser Bild von unserem Körper zu ändern. Ich hoffe auch dass ich meine feministische Vision in einen Bereich bringen kann, der noch sehr vom männlichen Blick dominiert ist.

Wie weit würdest Du gehen? Gibt es Tabus?

Es gibt keine Tabus, solange es eine gute Vertrauensbasis zwischen mir und dem Modell gibt.

Wann wird ein Akt zum Kunstwerk?

Ich finde das sehr subjektiv. Für mich ist es ein Kunstwerk, wenn es Emotionen vermittelt.

Gibt es inspirierende Vorbilder?

Alles inspiriert mich. Das Leben, Menschen, Bücher, Filme, Musik, auch viele Künstler: Camille Claudel, Dante Gabriel Rossetti, Edouard Burne-Jones, Gustav Klimt, viele Indie Rock Bands, und an Fotografen etwa Wolfgang Tillmans, Mona Kuhn, Andreas H. Bitesnich, Bracket, Annette Pehrsson, Alveoli, Hodaka Yamamoto, Hello I’m Wild, nur um einige zu nennen.

Was war der peinlichste Moment?

Bei jedem Akt-Set gibt es so einen Moment. Immer wenn sich die Modelle ausziehen, bekomme ich kurz Panik.

Akt Now: Jones Wolfgang
Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktbilder junger Fotografen. Diesmal mit den körnigen und direkten Detailaufnahmen von Jones Wolfgang

Welche Rolle spielt die Inszenierung und der Zufall in deinen Fotografien?

Zufälle sind sehr wichtig in meinem Arbeitsprozess. Mit dem Modell mache ich mir nur eine Zeit und einen Ort aus, und der Rest ergibt sich.

Welches Projekt würdest Du gerne einmal realisieren?

Ich würde gerne mehr mit Intimität experimentieren, mit Paaren, verschiedenartigen Körpern und Menschen, die nicht einem der beiden Geschlechter angehören. In meinen Träumen reise ich durch die Welt und fotografiere tolle Menschen an tollen Orten. Oder ich Reise durch die Zeit und fotografiere Elizabeth Siddal i 19. Jahrhundert. 

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Die besten Aktbilder junger Fotografen – jede Woche neu!