art 09/2008

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ART 09/2008 - JETZT NEU AM KIOSK!

+++ Atelierbesuch bei Popkünstler Havekost +++ Anselm Kiefer +++ Kunstszene Tokio +++ Annette Schröter +++ Junges Design (4) +++ Helmut Lang +++

DER INHALT DER SEPTEMBER-AUSGABE:

Titel

Malerei.
Eberhard Havekost schöpft seine geheimnisvollen Motive aus der digitalen Bilderflut. Ein Atelierbesuch

Themen

Essay.
Wie Anselm Kiefer in Frankreich vom Verpönten zum Star wurde

Kunstszene Japan
In Tokio boomt Dank eines neuen Museumsviertels die zeitgenössische Kunst

Annette Schröter.
Mit altmodischer Scherenschnitttechnik kombiniert die Künstlerin Graffiti und Folklore

Helmut Lang.
Ex-Modemacher meldet sich als bildender Künstler zurück

Kolumne.
Thomas Wagner stört sich am neuen Geschmacksbürgertum

Bildbefragung.
William Turners Drama um "Die kämpfende Temeraire"

Serie

Prototypen - Junges Design (4).
Thomas Heatherwick - der englische Allround-Kreative

Ausstellungen

Wien
Van Goghs begnadete Zeichnungen in der Albertina

Zürich/Wien
Hommage an Derek Jarman, den Star des britischen Independent-Films, in den Kunsthallen

Bremen
Jeanne Mammens gesellschaftskritische Zeichnungen

Stuttgart
Wahrsager und Teleshopping - die Videos von Christian Jankowski im Kunstmuseum

Asien
Von Busan bis Yokohama - sieben Kunstschauen im Fernen Osten

Hildesheim
Kunstverein stellt Fragen zu Evolution und Klimawechsel

Kassel
Skandalkünstler Christoph Büchel in der Kunsthalle Fridericianum

Zürich
Werkschau des Theatermachers Tadeusz Kantor im Migrosmuseum

Berlin
Reprospektive der türkischen Künstlerin Ayse Erkemen

Ulm
Ralf Ziervogels virtuose Zeichnungen im Kunstverein

Bielefeld
Kunsthalle zeigt Skulpturen, Bilder und Filme von Yoko Ono

Berlin
Große Schau zur Kunst aus den Tropen im Gropius-Bau

Kritiken
Manifesta in Trentino-Südtirol, "Das Gelände" in Nürnberg, "Rohkunstbau" in Potsdam, Triennale in Folkstone, "Freeway Balconies" in Berlin, "Female Trouble" in München

Journal

Umfrage
Ist der Kunstboom vorbei? Stimmungsberichte von Kuratoren, Galeristen und Sammlern

Trennung
Arp-Museum ohne Verein - Land übernimmt Trägerschaft

Wettbewerb
Warum Stararchitekten das Berliner Stadtschloss kalt lässt

Kunstareal
Architekt Stephan Braunfels kritisiert Münchner Pläne

Kunstakademien
Lohnt es sich noch, Professor zu werden?

Archäologie
Pompeji verwahrlost

Rückkehr
Die Kabakovs feiern sich mit einer Retrospektive in Moskau

Luxus
Künstler veredeln Modelabels

Architektur
Gelungene Erweiterung des Ozeaneums in Stralsund

Kunstmarkt
Neue Messe in Shanghai, Streit um Riemenschneider-Madonna, Damien Hirsts Coup bei Sotheby's

Nachlass
Blick in Leo Castellis Post

Aufbruch
Im Pekinger "East End" entsteht ein neues Kunstviertel

ART 10/2008

Das nächste Heft erscheint am: 19. September 2008

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1 Leserkommentar vorhanden

Wolfgang Bosse, Dresden, bosse@kulturanalyse.de

22:42

26 / 08 / 08 // 

Atelierbesuch Eberhard Havekost

Ihr Artikel über Eberhard Havekost eröffnet tatsächlich neue Sichtweisen auf den Künstler, wenn gleich eine wesentliche Aussage Havekosts anscheinend der gnadenlosen bürgerlichen Sebstzensur in unserer Gesellschaft, die beispielsweise auch in seinen Bildern thematisiert wird, selbst zum Opfer fiel: Havekost macht die komplette Belanglosigkeit einer vom Freizeitalibi zehrenden deutschen Nachwende-Gesellschaft überdeutlich. Es scheint, wenn man seine Bilder betrachtet, als blättere man in einem besonders kritischen Werk Theodor W. Adornos, ohne eine Lösung aus dem Dilemma angeboten zu bekommen. Dieses Phänomen mag bereits in der Kunst Amerikas der 50er Jahre Intention gewesen zu sein. Hier bei Havekost scheint sich allerdings noch der Fakt besonders auszuwirken, dass es sich um einen Künstler handelt, der als Kind aus einem anderen Kulturkreis herkam und sich die Frische des wachen Auges erhalten konnte. Und das macht seine Kunst, gepaart mit hervorragendem Handwerk, derzeit so besonders. Erstaunt war ich über die Bemerkung in Ihrem Artikel, dass das häufig gemalte Sofa in seinem Atelier steht, nicht wie vermutet, im Wohnzimmer des deutschen Biedermannes…