20 / 08 / 2010
ART 09/2010
Magazin
ART 09/2010 - FREITAG NEU AM KIOSK!
DER INHALT DER SEPTEMBER-AUSGABE:
Joseph Beuys
Fett, Filz, Hasen, Honigpumpen – das Werk von Deutschlands berühmtesten Nachkriegskünstler drohte in den letzten Jahren zu verblassen. Jetzt widmet Düsseldorf dem revolutionären Kunstschamanen eine große Retrospektive. Eine Spurensuche
Agnolo Bronzino
Der Hofmaler der Medici – Florenz feiert einen der Hauptmeister des italienischen Manierismus mit einer einzigartigen Ausstellung
Naoshima
Zu Besuch auf Japans paradiesischer Museumsinsel, auf der moderne Architektur und Kunst von Monet bis Sugimoto eine lustvolle Verbindung eingehen
Museumsdirektorinnen
Ob in Berlin, Düsseldorf oder Frankfurt, immer mehr Museen werden von Frauen geleitet. Was machen die neuen Kunst-Chefinnen anders?
Surrend
Subversive Street-Art-Guerilla – das dänische Künstlerduo fordert mit provokanten Politplakaten undemokratische Religionsführer und Diktatoren heraus
Meilensteine
Wie Gerhard Richter mit seinem Porträt "Ema (Akt auf einer Treppe)" 1966 Tabus brach und der zeitgenössischen Malerei eine neue Richtung gab
Extraheft art Plus
24 Seiten zur Quadriennale in Düsseldorf
Ausstellungen
Wuppertal: Pierre Bonnard
Berlin: Hajo Rose
Hamburg: David Tremlett
Leipzig: Ahmet Öüt
Bonn: Der Westen leuchtet
Zürich: Carl Wilhelm Kolbe
London: Eadweard Muybridge
Zürich: 100 Jahre Konkrete Kunst
Düsseldorf: Neuhängung K20, K21
Berlin: Who Knows Tomorrow
Zürich: Design der Oberfläche
Potsdam: XVII. Rohkunstbau
Berlin/Bonn: Konkrete Kunst und Abstraktion aus Lateinamerika
News
Prozess: Geldstrafe für Kuratoren der "Verbotenen Kunst" in Moskau
Kunstraub: FBI-Ermittler packt aus
Sparpläne: Kölner Kunstbibliothek soll geschlossen werden
Restaurierung: Walpoles "Gothic"-Schloss bei London wiedereröffnet
Spende: Saatchi schenkt Kunstsammlung dem britischen Staat
Kunstinsel: Jean Nouvel stellt Pläne für die Pariser Ile Seguin vor
Messe: Probleme beim Art-Forum
Trend: Auktionshäuser mit Galerien
20 / 08 / 2010
3 Leserkommentare vorhanden
Werner Hahn
12:26
22 / 08 / 10 //
Gerhard RICHTER, GAENSHEIMER & der Tod von SCHLINGENSIEF
Den Joseph BEUYS - siehe Titel-Geschichte - hat Christoph Schlingensief sehr verehrt. MALEREI sei in der Dauerkrise seit PICASSO, werde „verdrängt, nicht mehr gebraucht und gelehrt", bedauerte Gerhard RICHTER. Irgendwann werde es die Kunst des Malens nicht mehr geben. Der SINN FÜR QUALITÄT habe sich aufgelöst. Beispiel sei die Biennale in Venedig 2011. Für die Gestaltung des deutschen Pavillons war der nun verstorbene Christoph SCHLINGENSIEF berufen worden. "Das ist ein Skandal. Die nehmen einen Performer, dabei haben wir tausende Künstler", kritisierte RICHTER lautstark. Dass RICHTER mit BASELITZ & Co selbst zum Untergehen der Malerei beigetragen haben, habe ich im WWW betont. RICHTERs Affront gegen C.S. als Performer könnte eine späte Rache an C.S. darstellen. Die SZ berichtete in der Auseinandersetzung mit Kardinal MEISNER: Der Kölner Kardinal J.M. wollte mehr Kunst über Christus. C.S. hatte G.R.s Fenster im Kölner Dom kritisiert, weil es besser in eine Moschee passe. Der verdammte KREBS hat C.S. nun leider umgebracht: An die Medien sandte C.S. verrätselte Zeichen zu Venedig und Biennale-Kuratorin GAENSHEIMER meinte, um „Relevanz durch Provokation“ werde es gehen. M.E. sollte C.S. auch posthum den Pavillon bespielen: Chefin G. (MMK Frankfurt) hielt C.S. „für einen der ganz wesentlichen Künstler dieses Landes“. G. stellte sich vor, dass durch C.S.s „künstlerische Vision der Deutsche Pavillon zu einem Ort der Kommunikation und des kosmopolitischen Geschehens wird“. „Ich werde keine Nazi-Nummer geben! Warum auch?“, meinte C.S. vor seinem Tod.
werner hahn
21:04
23 / 08 / 10 //
Schlingensief als Bildender Künstler
Christoph SCHLINGENSIEF und Bildende Kunst Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat C.S. als einen der vielseitigsten und innovativsten Künstler der Kulturszene gewürdigt. Die NZZ meint, Christoph Schlingensief war „Scharlatan und Schamane“. Die „taz“ sieht in C.S. einen „wanderpredigerartigen Habitus“ und würdigt seine „so große Lust am Anarchischen und am Ausprobieren“. „Die Welt“ würdigt im Nachruf C.S.s „Charme und Aktionismus“, er war kein „Medienclown“. Elfriede Jelinek: C.S. „war einer der größten Künstler, die je gelebt haben": In Kommentare wird C.S. vorgeworfen, er habe ein Schild hochgehalten, auf dem "Tötet Helmut Kohl" stand. „Ist das Kunst?“ wird gefragt. GAENSHEIMER zum Tod: „Als Künstler war er von Anfang an unkorrumpierbar, unstrategisch und antielitär“. Seine Wahl zum Künstler des Deutschen Pavillons in Venedig 2011 habe „große Zustimmung, aber auch Ablehnung erfahren. Er hat eben auch in diesem Fall produktiv polarisiert.“ S.G.: Heute sei „klar, dass er mit seinem gesamten Werk nicht nur für die deutsche Kunst neue Maßstäbe gesetzt hat und dass diese Qualität immer noch unterschätzt wird.“ (FAZ). wernerhahn schreibt Christoph SCHLINGENSIEF und die Bildende Kunst (Biennale Venedig 2011) in der SZ: http://www.sueddeutsche.de/kultur/christoph-schlin...
Werner Hahn
21:42
26 / 08 / 10 //
GAENSHEIMER total überzeugt: Schlingensief der richtige Künstler (…)
GAENSHEIMER (geb. 1967) MMKChefin in Frankfurt möchte das MMK „in der internationalen Bedeutung noch stärker profilieren“, ist in „art“ Nr. 9/2010 zu lesen. Für Künstler mit starkem Sendungsbewusstsein „hatte sie schon immer ein Faible“, meint „art“. Die Biennale-Kommissarin habe „auf ihren bewährten Spagat zwischen Publicity-Effekt und Eigensinnigkeit“ gebaut mit der Entscheidung für C.S., der nun leider tot ist. Es gab nie einen "Plan B": Susanne Gaensheimer äußerte sich zum Pavillon in Venedig - kulturzeit 26/8/10: Christoph Schlingensief hat bis zuletzt an einer Produktion für die Ruhrtriennale 2011 und dem Deutschen Pavillon für die 54. Biennale in Venedig gearbeitet. Wie soll die Arbeit weitergehen? Er habe mit großem Enthusiasmus bereits eine Vielzahl von Themen und Details entwickelt, sagt die Pavillon-Kuratorin Susanne Gaensheimer vom Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main. Gaensheimer , die Schlingensief um die Gestaltung gebeten hatte, meinte jetzt im 3sat Interview - analog zu meinem Vorschlag im Netz (z.B. SZ) - , dass eine "Ausstellung" in Venedig posthum realisierbar wäre. "Wir wussten um das Risiko", sagte Museumssprecherin Christina Henneke. Es habe aber nie einen "Plan B" gegeben. An einer Vorstellung des Konzepts Anfang Juli 2010 in Frankfurt am Main hatte Schlingensief schon nicht mehr teilnehmen können. Sie sei nach wie vor "total davon überzeugt, dass Christoph Schlingensief der richtige Künstler für den Deutschen Pavillon sei", so Gaensheimer. "Kein anderer Künstler habe sich in den letzten Jahrzehnten intensiver mit dem Deutsch-Sein beschäftigt. Aber "sein Geist und sein Charisma werden fehlen". Ebenda auch einen kulturzeit-NACHRUF zum Tod von C.S.:
