art 07/2010

Magazin

art 07/2010 - Freitag neu am Kiosk!
art 07/2010

ART 07/2010 - FREITAG NEU AM KIOSK!

+++ Bestialische Bilder von Walton Ford +++ Besuch im Atelier von Paul McCarthy +++ Exklusives Treffen mit Rosemarie Trockel +++ Szene Rumänien +++
DER INHALT DER JULI-AUSGABE:

Walton Ford

Mit drastischen Tierbildern wurde der amerikanische Maler in Berlin zum Publikumsliebling. Die Kritik liebt ihn weniger. Ein Besuch im Atelier

Rosemarie Trockel

In Zürich ist derzeit eine Retrospektive der medienscheuen Künstlerin zu sehen. art war exklusiv beim Aufbau dabei und traf sie zum Gespräch

Neuanfang in Düsseldorf

Die aus Stuttgart gekommende neue Museumsdirktorin Marion Ackermann richtet die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen neu ein. Eine Reportage von der ganz großen Umräumaktion in Deutschlands "heimlicher Nationalgalerie"

Damien Hirst/ Michael Joo

Der eine ist ein wenig bekannter koreanischstämmiger Künstler aus New York; der andere ein Superstar der zeitgenössischen Kunst. Die beiden ungleichen Freunde stellen in Berlin zusammen aus

Bukarest

20 Jahre nach dem Ende des Sozialismus verdienen Rumäniens Haupstadt und ihre Kunstszene noch immer den Beinamen "wilder Osten"

Goethes Farblehre

Er allein habe die Natur des Lichts und der Farbe durchdrungen, fand der Dichter und Geheimrat Goethe – das war übertrieben, doch seine Lehre wirkt 200 Jahre nach Entstehung auch in der Kunst nach

Spanische Architektur

Bauhaus unter Palmen – junge spanische Architekturbüros beleben die Tradition der Moderne mit frischen Ideen und einer mineralisch-kompakten Formsprache. art stellt die wichtigsten von ihnen vor

Paul McCarthy

Er ist der Psychotherapeut unter den Künstlern – seit 40 Jahren holt McCarthy in immer größeren Installationen die verdrängten Sexualneurosen der amerikanischen Gesellschaft an die Oberfläche. Ein Besuch in seinem kalifornischen Atelier

Studio

Panoramabild von AES+F in einer Markthalle in Kiew

Interview mit Arnulf Rainer

Palstikblase an Hamburger Museum

Rubriks Cube für Blinde

Mega-Casino in Singapur

Bioism-Objekte von Aljoscha

Kitsch-Trend im Design

Chatroulette-Projekt

Deutsches Denkmal in der Inneren Monglolei

Agenda/Ausstellungen

Bonn
"Der Westen leuchtet"

London
Alice Neel

New York
Charles Burchfield

Paris
Modellstädte

Baden-Baden
Miró

Zürich
Charlotte Perriand

Madrid
Ghirlandaio

Berlin und Nürnberg
Mythos Burg

Wolfsburg
Steiner

Centre Pompidou-Metz
Eröffnung

Hamburg
Araki

Frankfurt am Main
Sahure

Köln
Lichtenstein

Berlin
Olbricht Collection

Agenda/News

Shirin Neshat
Erster Spielfilm

Kirchner
Pädophilie-Vorwürfe

Stuttgarter Corbusier-Haus
Das Aus droht

Englischer Adel
Großer Ausverkauf

Documenta
Wer darf sie führen?

art kompakt

Die neue Kunstsaison: Juli bis Dezember 2010

Kommentieren Sie diesen Artikel

3 Leserkommentare vorhanden

Werner Hahn

10:28

17 / 07 / 10 // 

Der Prä-EVOLUZZER GOETHE war KEIN DILETTANT!

Für die Augenmenschen mit Doppel-Augen-Gehirn-Sytem unter den „art“-Lesern hat Feuilletonist Thomas Wagner einen guten knappen Artikel über GOETHEs Farbenlehre geschrieben (Nr.7/10, S. 62-66). Dass sich J.W.v.G. mit den Naturwissenschaften (Newtons „Opticks“ von 1704) anlegte ist richtig; FALSCH ist die T.W.-Behauptung, GOETHE sei „auf deren Feld … nur ein Dilettant“! T.W. zitiert den Dichter-Künstler & Naturforscher, dass „die Natur geprägt sei vom historisch veränderlichen Zusammenhang aller Wesen und deren beständiger METAMOTPHOSE“. Prä-EVOLUZZER GOETHE war KEIN DILETTANT! – so mein DIE ZEIT Kommentar: Mit dem Titel „Ein Dilettant gegen Newton“ wurde ebenda GOETHEs „Farbenlehre“ im ZEIT-Kultur-Ressort „Literatur“ besprochen, die vor 200 Jahren erschienen ist. „Über die seltsame Rechthaberei des Dichters gegenüber seinem Antipoden Newton“ schreibt Elisabeth von THADDEN – Aussagen, denen widersprochen werden sollte. Der Darstellung im Artikel kann mein WIDERSPRUCH apropos „Dilettant“ GOETHE – ein Prä-EVOLUZZER – nur in einem ausführlichen Kommentar erfolgen, der sich mittlerweile zu einem (bebilderten) Essay entwickelt hat, den man a.a.O. kommentieren kann; auch in ZEIT ONLINE. (Siehe BLOG: http://community.zeit.de/user/WernerHahn.) Dass der Dichter als Naturforscher großes – auch mit der FARBENLEHRE – geleistet hat und etwas von der FARBEN/LICHTER-Sache verstanden hat, habe ich in einem Buch nachgewiesen, das Frau von THADDEN mutmaßlich nicht kennt; in Deutsch 1989 – Englisch (erweitert) 1998. GOETHE war übrigens nicht „größenwahnsinnig“! Er konnte inter- & transdisziplinär denken und arbeiten – was heute (auch im Kunstbetrieb) gefragt ist. GOETHE hat versucht, auch die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen verschiedenen Organismen-Gruppen nachzuvollziehen; ohne dies in „Evolutionslinien“ zu veranschaulichen und eine kausale Erklärung der „Evolution“ darzustellen. Die Metamorphosen- und Farben-Lehre machten ihn als Künstle

Werner Hahn

11:11

17 / 07 / 10 // 

GOETHE mit STIL: Künstler-Naturforscher - Vorläufer DARWINs

Die Metamorphosen- und Farben-Lehre machten ihn als Künstler-Naturforscher berühmt. FORM-Gesetze in Natur und Kunst - GOETHE als Darwins Vorläufer: Ein gemeinsames ästhetisches Grundprinzip erahnte Forscher-Künstler/Dichter GOETHE in seiner METAMORPHOSE-Lehre als er schrieb: “Alle Gestalten sind ähnlich - doch keine gleichet der anderen. Und so deutet das Chor auf ein geheimes Gesetz, auf ein heiliges Rätsel”. (Zur „Urpflanze“ - „Alles ist Blatt“). Über GOETHEs nicht evolutionär gemeinte Lehre – sein „Formgesetz“ - diskutierte ich in meinem Symmetriebuch ausführlich (1989 und 1998 in Englisch): Mein Motto mit J.W.G.: „ Wäre die Natur in ihren leblosen Anfängen nicht so gründlich stereometrisch, wie wollte sie zuletzt zum unberechenbaren und unermesslichen Leben gelangen.“ (Vorwort a.a.O., Kap. 7.1. u. 7.1.1.) GOETHE 1787 zum URPFLANZE-Modell: „Mit diesem Modell und dem Schlüssel dazu kann man alsdann noch Pflanzen ins Unendliche erfinden, die konsequent sein müssen, das heißt: die, wenn sie auch nicht existieren, doch existieren könnten ... Dasselbe Gesetz wird sich auf alles übrige Lebendige anwenden lassen." Um ästhetische Objektivität bemüht, schrieb Goethe 1789 den Aufsatz über „Einfache Nachahmung der Natur, MANIER, STIL“: „Gelangt die Kunst durch Nachahmung der Natur, durch Bemühung sich eine allgemeine Sprache zu machen, durch genaues und tiefes Studium der Gegenstände selbst, endlich dahin, dass sie die Eigenschaften der Dinge und die Art wie sie bestehen genau und immer genauer kennen lernt, dass sie die Reihe der Gestalten übersieht und die verschiedenen charakteristischen Formen neben einander zu stellen und nachzuahmen weiß: dann wird der STIL der höchste Grad wohin sie gelangen kann; der Grad, wo sie sich den höchsten menschlichen Bemühungen gleichstellen darf. Werner HOFMANN empfiehlt (anders als der verstorbene Werner SCHMALBACH) das STIL-Prinzip für Kunst &Künstler!! (Siehe Internet-Essay)

Werner HAHN

21:24

03 / 08 / 10 // 

GOETHE & EVOLUTIONs-Biologie

Über die „hinreißende Weimarer Ausstellung“ zur Farbenlehre Goethes (200. Geburtstag; bis Juni 2011) schreibt die Süddeutsche Zeitung: Mehr als eine kosmologische Spekulation sei folgender Goethe-Spruch zu bewerten - „Das Auge hat sein Dasein dem Licht zu verdanken. Aus gleichgültigen tierischen Hülforganismen ruft sich das Licht ein Organ hervor, das seinesgleichen werde; und so bildet sich das Auge am Lichte fürs Licht, damit das innere Licht dem äußeren entgegentrete.“ Das Licht sitze schon in dem Organ, das Licht empfangen kann, interpretiert Gustav SEIBT (S.11, 3.8.10). Und: Den berühmten Vers „Wär’ nicht das Auge sonnenhaft, / Wie könnten wir das Licht erblicken?“ Könne man „heute evolutionsbiologisch begründen. Als Anpassungsleistung“. In Goethes NATUR-Denken bleibe die sich immer neu schöpfende Schöpfung darum erkennbar, weil sie „eine universale Sprache, ja eine Symbolik hat, die mit den Begriffen ‚Urphänomene’, ‚Polarität’, ‚Steigerung so abstrahierend-anschaulich, so stufenhaft angedeutet ist, wie seine ganze Naturphilosophie es verlangt: ohne Brüche, aber voller Spannungen, die sich in höheren Harmonien auflösen.“ Fazit: Goethes Beschäftigung mit den Farben & dem Licht sei „eben doch mehr als eine Marotte mit dazugehöriger Rechthaberei“ gewesen.

Abo