Ausgabe: 01 / 2000
Seite: 122
Um gut 38 Millionen Mark verrechnet
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Das vom Schweizer Architekten Peter Zumthor geplante NS-Dokumentationszentrum "Topographie des Terrors" ist zum Fall für die Rechtsanwälte geworden. Das mit dem Bau der anspruchsvollen Konstruktion aus rund 500 ineinander verschränkten Betonstäben beauftragte Berliner Betonwerk Engel & Leonhardt hat drastische finanzielle Nachforderungen gestellt. Anstelle der ursprünglich vereinbarten 14,2 Millionen Mark sollen der Bund und das Land Berlin nun insgesamt 52,3 Millionen Mark zahlen. "Für uns ist der Bau hart an der Grenze des Realisierbaren", erklärt Projektleiter Gerald Schwerz, "eine solche Konstruktion ist einmalig auf der Welt." Architekt Peter Zumthor verweigert jeden Kommentar zu den Finanzen. Er schickt seinen Projektbeauftragten Rainer Weitschies vor. "Die Nachforderungen sind völliger Humbug", schimpft Weitschies, "die Baufirma hat sich schlicht verrechnet, als sie das Angebot einreichte." Die Berliner Bauverwaltung will nun juristische Schritte prüfen lassen.
Bildunterschrift: Teure Baustelle in Berlin /
