Ausgabe: 12 / 2002
Seite: 130

Beuys auf Schottisch

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Ihren sprichwörtlich vorsichtigen Umgang mit Geld lassen sich die Schotten nur ungern vorhalten. Doch auf das Schnäppchen, das der Scottish National Gallery of Modern Art in ihrer Hauptstadt Edinburgh gelang, können sie wirklich stolz sein. Für nur rund 630000 Pfund (etwa 1 Million Euro) kaufte Direktor Richard Calvocoressi dem deutschen Verleger und Sammler Jörg Schellmann 234 Arbeiten von Joseph Beuys (1921 bis 1986) ab.

Das aus Zeichnungen, Lithografien, Fotos, Büchern und Plastiken bestehende Konvolut des Beuys-Freundes Schellmann macht etwa ein Drittel aller Multiples im Werk des Künstlers aus. Beuys, der bisher in schottischen Sammlungen kaum vertreten war, hatte seit den siebziger Jahren eine besondere Beziehung zu Schottland und trat mehrmals bei den Internationalen Festspielen von Edinburgh auf.

Bild(er):

Bild: Viel Filz in Edinburgh: Filzanzug (Auflage: 100) aus dem Jahr 1970; Schlitten mit Filzdecke, Gurten, Stablampe und Fettskulptur (Auflage: 50) von 1969. Einige der erworbenen Werke sollen auch auf andere schottische Museen verteilt werden