Ausgabe: 04 / 2004
Seite: 10
Auch das Eis hat seine Tücken
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Ein riesiger Schiffsrumpf aus Eis, gefrorene Zylinder, geheimnisvolle Leuchtspuren unter einer Eisfläche, ein Iglu in Kubusform - diese und viele andere Arbeiten aus frostigem Material waren bis Ende März in Lappland zu sehen. Dort in Rovaniemi und Kemi trafen sich im Februar Architekten und Künstler, um gemeinsam aus Eis und Schnee riesige Kunstwerke zu errichten. Ganz problemlos verlief die Arbeit nicht, denn keiner der Beteiligten (darunter auch Gruppen) hatte zuvor Erfahrungen mit dem vergänglichen Material gesammelt. Zaha Hadid zum Beispiel wollte ursprünglich eine künstliche Landschaft aus runden Elementen formen. Aber: "Das Material Eis entwickelte ganz eigene Kräfte, die unsere Entwürfe alsbald gesprengt hätten", so Hadid-Mitarbeiter Rocio Paz. "Also blieb uns nichts anderes übrig, als mit Blöcken zu arbeiten." Zu den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern gehörten Anish Kapoor, Yoko Ono, Carsten Höller, Rachel Whiteread und Kiki Smith. Teilnehmende Architekten und Teams waren unter anderem Tadao Ando, Zaha Hadid, Arata Isozaki, Ocean North und Williams & Tsien.
Bild(er):
Bild: Gewaltiger Schiffsrumpf aus Eisblöcken: Gemeinschaftsarbeit von der Architektin Zaha Hadid und dem Künstler Cai Guo-Qiang
Bild: Leuchtspuren unterm Eis: Teamwork von Kiki Smith und dem Architekten Lebbeus Woods (oben). Von Robert Barry und Hollmen, Reuter, Sandman stammen die Eiszylinder
