Ausgabe: 08 / 2009

KUNSTMARKT

Vom 23. bis 27. September findet in der Basteilhalle der Wiener Albertina erstmals die Messe der Zeichnung statt. 28 internationale und nationale Galeristen und Kunsthändler sind mit dabei und bieten Zeichnungen des 19. und 20. Jahrhunderts, aber auch Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern an. +++ Seit 1973 ist die Galerie am Sachsenplatz eine feste Größe in der Leipziger Kunstlandschaft. Jetzt kündigte das Liegenschaftsamt Galerist Volker Zschäckel unerwartet dessen Räume im historischen Fregehaus. Zschäckel fiel aus allen Wolken, hatte ihm doch Kulturbürgermeister Georg Girardet 2006 noch mündlich zugesichert, sein Mietvertrag laufe weitere fünf Jahre. Nun ging Girardet in den Ruhestand, und Zschäckel sieht sich als Opfer eines kommunalen Machtpokers, das auf Kosten der Galerie ausgetragen werde. +++ Der Pantomime Marcel Marceau, der 2007 im Alter von 84 Jahren starb, hatte sich zu Lebzeiten nicht um seine Steuerverpflichtungen gegenüber dem Staat gekümmert - das führte dazu, dass sein Nachlass auf Anweisung des französischen Staates versteigert wurde. Die 900 Lose erbrachten auf der Auktion in Paris einen Gesamterlös von rund 490 000 Euro. Immerhin beteiligte sich der Staat selbst an den Käufen: Er erwarb mehrere Bilder für die Bibliothèque nationale de France, ein schwacher Ersatz für das von Marceau selbst geplante Museum auf seinem Besitz in der Normandie. +++ Das Musketier-Gemälde "Homme à l' épée" (1969) von Pablo Picasso ist bei Sotheby's in London für knapp sieben Millionen Pfund (8,22 Millionen Euro) versteigert worden. +++ Peter Doigs Bild "Nacht Spielplatz" war Star der jüngsten Auktion mit Nachkriegs- und zeitgenössischer Kunst von Christie's in London: Es brachte umgerechnet 3,5 Millionen Euro. Das 1974 datierte Gemälde "1025 Farben" von Gerhard

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