Ausgabe: 04 / 2012

Tops & Flops

Gespendet fürs Operndorf: Von Marina Abramovic über Patti Smith bis zu Robert Wilson reicht die Liste der 80 Künstler, die Werke für das Operndorf des 2010 gestorbenen Regisseurs Christoph Schlingensief in Afrika gespendet haben. Mit dem Erlös der Versteigerung der Bilder, Fotografien und Skulpturen soll der zweite Bauabschnitt des Operndorfs in Burkina Faso finanziert werden. Bisher gibt es dort bereits eine Schule für 50 Kinder. Als nächstes sind eine Krankenstation, eine Solaranlage und Wohn- und Gästehäuser geplant.

Rekordverdächtig: Eine schlafende Schöne könnte den bisherigen Rekordpreis für Bilder Roy Lichtensteins brechen, der noch bei 43,2 Milionen Dollar (etwa 31,3 Millionen Euro) liegt. "Sleeping Girl" von 1964 soll im Mai bei Sotheby's in New York versteigert werden.

Das Bild des Pop-Art-Künstlers befand sich 48 Jahre in Privatbesitz und wird auf 40 Millionen Dollar geschätzt - es könnten aber deutlich mehr werden.

Kunst und Design: Vom 28. März bis zum 1. April findet in Paris die PAD statt. Ein Besuch dieser Messe für Kunst und Design, zu der sich 77 internationale Händler in den Tuilerien versammeln, ist vor allem für Liebhaber aktueller Designtrends ein Pflichttermin.

In Warteposition: Kurz bevor Matthias Wagner K sein Amt als Direktor des Museums für Angewandte Kunst (MAK) in Frankfurt/ Main antreten konnte, wurde er per Gerichtsbescheid ausgebremst. Die Besetzung der Leitungsposition "muss zurzeit leider ruhen", teilte die Stadtverwaltung mit. Der Grund: Ein Mitbewerber habe beim Verwaltungsgericht Konkurrentenklage eingereicht. Die Stadt hält aber an ihrem Wunschkandidaten Wagner K fest.

Während das Verfahren läuft, beschäftigt man ihn erst einmal als Chefkurator am Museum.

Bauruine: Peter Eisenmans einst hochgepriesene "Ciudad de la Cultura de Galicia" in Santiago de Compostela - ein sich über 15 Hektar erstreckendes Kulturzentrum mit Museum, Bibliothek, internationalem Kunstzentrum, Oper und Archiv - wird nicht fertig gebaut.

Weil sich die Kosten von anfänglich 400 Millionen Euro inzwischen verdreifacht haben, erklärte die galicische Regierung das Mammutprojekt in der Pilgerstadt zur Bauruine.

Abo