Ausgabe: 08 / 2010
Seite: 101
Rätselhaft
Von
VORSCHAU 450 Objekte aus Mexiko
Teotihuacán Martin-Gropius-Bau, Berlin, 1.7-10.10.2010
Majestätisch, respekteinflößend und unnahbar wirkt die Ruinenstadt Teotihuacán im Norden von Mexiko-Stadt. In ihrer Blütezeit, zwischen dem ersten und siebten Jahrhundert nach Christus, war sie eine der bevölkerungsreichsten und mächtigsten Metropolen der Welt. Dann verließen die über 160 000 Einwohner aus ungeklärten Gründen ihre Stadt. Heute ist sie - abgesehen von den Touristengruppen - ausgestorben. In einer Ausstellung im Martin-Gropius-Bau soll "Mexi kos geheime Pyramidenstadt" nun (nach Stationen in Paris und Zürich) wieder zum Leben erweckt werden. Über 450 Objekte machen Kunst, Alltag und Religion der Menschen greifbar, die einst zwischen Sonnen- und Mondpyramide lebten. Gezeigt werden Menschendarstellungen, riesige Architekturfragmente, Masken, Götter- und Tierplastiken und filigrane Gefäße. 15 Teile von farbigen Wandbildern durften zum ersten und wohl auch letzten Mal ins Ausland reisen. P. B.
Der Katalog ist im Verlag Somogy Editions d'Art erschienen und kostet im Museum 35 Euro
Bildunterschrift:
Verzierte Steinmaske aus Malinaltepec, um 300 bis 550 nach Christus
