Ausgabe: 08 / 2010
Seite: 120
PANORAMA
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Er gehört nicht zu den Berühmten unter den deutschen Impressionisten, doch einen Platz in den vor deren Reihen hätte er verdient: der Hamburger Maler Thomas Herbst (1848 bis 1915). Die Gesellschaft der Freunde Thomas Herbst e.V. plant nun neben einer großen Jubiläumsausstellung zum 100. Todestag im Jahre 2015 ein umfassendes Werkverzeichnis seiner Arbeiten und bittet um Mithilfe. Wer Informationen beisteuern kann, wende sich an Christoph H. Seibt, Hohe Bleichen 7, 20354 Hamburg. | Der Steidl Verlag in Göttingen vergibt erstmals einen Buchpreis für junge Fotografie. Der "Steidl Student Book Award" soll fortan alle zwei Jahre ausgelobt werden und richtet sich an Fotografen, deren Examen nicht länger als zwei Jahre zurückliegt. Die ersten Preisträger sind Ben Absalom und Sam Bardsley aus Südwales, die sich in ihrem ausgezeichneten "Projekt 8X's" mit der Landschaft ihrer Kindheit auseinandersetzen. Ihre prämierte Arbeit erscheint 2011 im Steidl Verlag als Buch. | Wenige Wochen nach dem spektakulären Millionenraub ist das Museum für moderne Kunst der Stadt Paris wieder geöffnet. Von den fünf Meisterwerken im Wert von rund 100 Millionen Euro, darunter Gemälde von Pablo Picasso, Henri Matisse und Fernand Léger, fehlt bislang noch jede Spur. Die zur Tatzeit defekte Alarmanlage des Hauses sei inzwischen repariert worden, hieß es. | 171 Künstler haben im britischen "Guardian" scharfe Kritik daran geübt, dass sich die Tate weiterhin von BP sponsern lässt. Das Museum feierte kürzlich in London seine bereits 20 Jahre währende Partnerschaft mit dem Energieriesen, der für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko verantwortlich ist. "Das BP-Logo beschmutzt den internationalen Ruf der Tate", erklärten die Kritiker. "Guardian"- Feuilletonist Jonathan Jones teilt diese Sorge nicht: Es ginge um den Erhalt des freien Eintritts. Wenn Museen dafür "Geld vom Satan persönlich bekämen, sollten sie es nehmen!" | Ruhr.2010 steuert auf einen neu en Besucherrekord in der 25-jährigen Geschichte der europäischen Kulturhauptstädte zu. "Wenn der Andrang anhält, können wir den Spitzenwert von Liverpool (9,7 Millionen im Jahr 2008) knacken", sagte Ruhr.2010-Chef Fritz Pleitgen. Von Januar bis Ende Juni haben bereits 4,8 Millionen Menschen Veranstaltungen der Kulturhauptstadt Ruhr besucht.
