Ausgabe: 08 / 2010
Seite: 116
KUNSTMARKT
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Die Galerie C/O Berlin, eine der wichtigsten Adressen für Fotokunst in Deutschland, muss ihr Stammhaus verlassen. Die Galerie wird voraussichtlich zum 31. März 2011 das ehemalige Postfuhramt in der Oranienburger Straße nach fünf Jahren räumen müssen. Der Verkauf der Immobilie an Investoren steht unmittelbar bevor. | Das Schweizer Auktionshaus Galerie Kornfeld verzeichnete im Juni Spitzenumsätze von 42,5 Millionen Franken.
Allein bei der Hauptauktion mit Kunst des 19. und 20.
Jahrhunderts wurden Werke im Wert von 37 Millionen Franken versteigert - 141 Prozent der Schätzung. Highlight war ein nur 26 mal 33 Zentimeter großes Tahiti-Bild von Paul Gauguin für 5,5 Millionen Franken. | Die Versteigerung der Polaroid-Sammlung mit rund 1000 Fotos von Künstlern wie Robert Rauschenberg, David Hockney, Chuck Close, Robert Frank, Robert Mapplethorpe und Polaroid-Fan Andy Warhol brachte bei Sotheby's in New York rund 12,5 Dollar (rund 10,1 Millionen Euro) ein. Das Ergebnis lag weit über der Gesamtschätzung von maximal 10,7 Millionen Dollar.
Den höchsten Preis, 722 500 Dollar, erzielte Ansel Adams' Aufnahme "Clearing Winter Storm, Yosemite National Park".
Vergeblich hatten Künstler dafür gekämpft, dass die Firmensammlung von einem Museum komplett übernommen wird. | Vom 19. bis 23. August findet im China World Trade Center in Peking die 13. Beijing International Art Exposition statt. An der Kunstmesse werden über 60 Galerien aus mehr als zehn Ländern teilnehmen. | Die Madrider Galeristin Helga de Alvear sammelt seit den sechziger Jahren Kunst: Arbeiten von Joseph Beuys, Rebecca Horn, Thomas Demand und auch von der kürzlich gestorbenen Louise Bourgeois gehören zu ihrer rund 2500 Werke umfassenden Sammlung, die sie in der spanischen Stadt Cáceres zeigt. Die stellte der gebürtigen Deutschen ein historisches Haus zur Verfügung. Nach einem umfangreichen Umbau eröffnete hier kürzlich das "Zentrum für visuelle Künste Stiftung Helga de Alvear, Cáceres". Ein Anbau ist schon jetzt fest eingeplant. | Die Deutsche Bank hat ihre Abteilung Kunstberatung stillschweigend aufgelöst. Im Gegenzug soll der Geschäftszweig Kunstkredit für vermögende Privatkunden weiter ausgebaut werden, erklärte ein Sprecher des größten deutschen Finanzinstituts.
