Ausgabe: 07 / 2010
Seite: 6

Äpfel und Birnen

Von

Editorial von Tim Sommer über das Frankfurter Städel-Museum und die Hamburger Kunsthalle im Vergleich (5/2010)

LESERBRIEFE

Vergleiche hinken auf keinen Fall.

Auch unfair sind sie in keinster Weise. Gleichsetzungen erhitzen da schon eher die Gemüter. Beim Vergleichen geht es ja gerade um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten.

Zwar handelt es sich beim Städel-Museum und der Hamburger Kunsthalle um Häuser mit ähnlicher Geschichte, doch gegenwärtig unterscheiden sich beide sehr. Der Vergleich, den Sie anstellen, zeigt auf eindringliche Weise, wie unterschiedliche Bedingungen auf gleiche Ausgangslagen einwirken.

Und das ist gerade das spannende an Vergleichen! In einem kritischen Kunstmagazin sind sie durchaus erwünscht. Auch dürfen Äpfel mit Birnen verglichen werden. Alles ist erlaubt, solange die Fragestellung klar ist!

Franziska Hendschke, per E-Mail

Ihr Editorial hat mich ziemlich empört. Auf der einen Seite bestätigen Sie dem Städel-Museum Glanz, Stärke, Stolz und Erfolg, und auf der anderen Seite bewerten Sie die Hamburger Kunsthalle als erfolglos, abhängig, erbarmungswürdig.

Max Hollein mache im Städel alles richtig, während Herr Gaßner in Hamburg die Armut verwalte, "bitten, barmen und verteidigen" müsse. Das ist meines Erachtens nicht nur "nicht ganz fair", es ist grob vereinfachend. Herr Gaßner und seine Mitarbeiter haben klug durchdachte, kompetent präsentierte und sogar kühne Ausstellungen gemacht, wie zum Beispiel "Das Schwarze Quadrat", Rothko, Caspar David Friedrich, Helene Schjerfbeck, Degas, Max Ernst und nicht zuletzt "Pop Life".

Ute Bringezu, Hamburg

Leserbriefe an: Redaktion art, Brieffach 25, 20444 Hamburg, Fax: (040) 3703- 5618, E-Mail: kunst@art-magazin.de