Ausgabe: 04 / 2010
Seite: 118
SZENE
Von
Der Schweizer Galerist, Sammler und Museumsgründer Ernst Beyeler ist im Alter von 88 Jahren gestorben.
Zusammen mit seiner Ehefrau Hildy gehörte er zu den Mitbegründern der Art Basel. Die Beyelers bauten eine der bedeutendsten Kunstsammlungen auf - zu sehen seit 1997 im Museum Fondation Beyeler in Riehen bei Basel. Die Kunst machte den Ausnahmegaleristen zu einem der reichsten Männer der Schweiz, mit einem Vermögen das auf etwa drei Milliarden Franken geschätzt wird. Einen Nachruf lesen Sie im nächsten Heft. | 35 Jahre lang lag es unbeachtet im Depot des Museums de Fundatie im niederländischen Zwolle, ehe führende Van-Gogh-Experten das 55 mal 38 Zentimeter große Bild der Mühle "Le blute-fin" akribisch untersuchten. Ihr Urteil steht fest: Bei dem Gemälde handelt es sich um ein authentisches Werk Vincent van Goghs aus seinen Pariser Jahren zwischen 1885 und 1887. Bis zum 4. Juli ist die Neuentdeckung in Zwolle in einer eigenen Schau zu sehen. | Dorothée Kirch, 35, hat den Direktorenposten des Center for Icelandic Art (CIA) in Reykjavík übernommen. Wie ihr Vorgänger Christian Schoen, ist Kirch gebürtige Deutsche. Sie hat als freie Kuratorin gearbeitet und unter anderem den isländischen Pavillon auf der Venedig-Biennale 2009 mitkuratiert. | Die deutsche Fotografin Barbara Klemm hat den mit 50 000 Euro dotierten Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt für ihr Lebenswerk erhalten. Oberbürgermeisterin Petra Roth würdigte die Arbeiten der 70-jährigen Fotokünstlerin als "Dokumente menschlicher Begegnungen" und "Bilder voller Poesie". | Das Erbe von Oskar Schlemmer hat die Ge richte über fast ein Jahrzehnt beschäftigt. Nun ist seine Tochter Ute Jaina Schlemmer in Basel gestorben. Zwei verfeindete Enkel sind übrig: Janine, die Tochter der Schauspielerin Karin Schlemmer, und C. Raman Schlemmer, der Sohn der jüngeren Schwester Ute Jaina Schlemmer. Der Streit ums Erbe wird wohl weitergehen. | Die von den Nazis geraubte auf mehr als vier Millionen Euro geschätzte Plakatsammlung des jüdischen Arztes Hans Sachs bleibt im Besitz des Deutschen Historischen Museums in Berlin.
Das entschied das Kammergericht der Stadt. Der Sammler habe 1966 in einem Brief zum Ausdruck gebracht, sei ne Ansprüche seien durch die erhaltene Abfindung gedeckt.
