Ausgabe: 04 / 2010
Seite: 20
Wie haben Sie geschlafen?
Von
INTERVIEW MIT TESTSCHLÄFERIN BREGJE VAN WOENSEL ÜBER IHRE NACHT IM MUSEUM
Ich war sehr aufgeregt! Es ist ja kein wirkliches Hotelzimmer, sondern drei rotierende Glasscheiben, auf denen Möbel stehen: Bett, Schrank, Tisch, Stühle. Eine Minibar gibt es auch und eine Espresso-Maschine, die wunderbaren Kaffee macht! Dadurch, dass sich die Scheiben individuell drehen, ändert sich die Wahrnehmung des Raums jeden Augenblick - das ist ein ganz schön cleveres Spiel mit dem menschlichen Verstand!
Was können die Hotelgäste bis zum Ende der Carsten-Höller-Ausstellung am 25. April im Museum Boijmans van Beuningen noch erleben?
Es ist unglaublich! Man hat das Museum eine ganze Nacht lang für sich alleine. Ich habe mir nicht nur die Höller-Schau "Divided Divided" angesehen, sondern auch den gesamten Rest des Hauses.
Und war die Nacht nun erholsam?
Um ganz ehrlich zu sein: nein! Ich habe nicht lang geschlafen. Bis um drei Uhr bin ich durchs Museum spaziert, und um sechs Uhr bin ich vom Gezwitscher aufgewacht. Höller arbeitet nämlich bei einigen Werken mit lebendigen Vögeln. Das war total surreal! Es war eine großartige Erfahrung - aber am nächsten Tag musste ich sehr früh ins Bett.
Bildunterschrift:
Carsten Höllers "Revolving Hotel Room" (2008) in Rotterdam
