Ausgabe: 03 / 2010
Seite: 104
KUNSTMARKT
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Weltrekord für Giacometti-Skulptur: Das teuerste Kunstwerk, das jemals versteigert wurde, ist Alberto Giacomettis lebensgroße Bronzestatue "L' Homme qui marche I" (1961): Die Plastik, früher im Besitz der Dresdner Bank, heute der Commerzbank, erzielte umgerechnet 74 Millionen Euro bei der Sotheby's-Auktion in London - und lag damit knapp über dem Rekord, den Pablo Picassos "Junge mit Pfeife" im Jahr 2004 erreichte. Gustav Klimts "Kirche in Cassone" (1913) wurde für 30,7 Millionen Euro versteigert und Paul Cézannes Stillleben "Pichet et fruits sur une table" (1893/94) für 13,4 Millionen Euro. Insgesamt 167,5 Millionen Euro erzielte Sotheby's bei dieser Auktion - ebenfalls ein neuer Rekord. | Der Galerienstandort Berlin ist um einen prestigeträchtigen Händler ärmer: Die Galerie Jablonka hat aufgegeben. Rafael Jablonka, erst 2006 aus Köln nach Kreuzberg zugezogen, begründet seinen abrupten Rückzug nicht mit stagnierenden Umsätzen: Verkauft würde nach wie vor - nur eben nicht in Berlin. Auch wenn seine Ausstellungen mit Mike Kelley oder Alex Katz viele Besucher anzogen, ist Jablonka von der Hauptstadt in geschäftlicher Hinsicht enttäuscht. In Köln, wo während des Berliner Abenteuers der Ausstellungsbetrieb ruhte, soll jetzt wieder Kunst gezeigt werden, doch ohne Vernissagen und Partys. | Die TEFAF in Maastricht ist die größte Kunst- und Antiquitätenmesse der Welt: 260 international renommierte Kunsthändler präsentieren hier vom 12. bis 21. März eine Auswahl qualitätsvoller Werke: Das Angebot reicht von antiken, bis zu 6000 Jahre alten Objekten über Werke niederländischer Meister bis hin zu Gemälden von Francis Bacon. Nach der erfolgreichen Premiere von TEFAF Design 2009 startet die Messe diesmal eine weitere neue Sektion:
Die "TEFAF on Paper" zeigt Zeichnungen, Grafik und Fotografie. | Stress ist in Köln angesagt: Die 2003 gegründete Off-Kunstmesse Art Fair zieht dieses Jahr nicht nur erstmals in die Rheinparkhallen, wo auch die große Schwester Art Cologne stattfindet. Die Art Fair übernimmt auch den alten Termin der Art Cologne, die vor drei Jahren von Ende Oktober in das Frühjahr (diesmal 21. bis 25. April) verschoben wurde. Verwechslungen seien so programmiert, meinen viele Galeristen, die einen Imageverlust für die Traditionsmesse Art Cologne befürchten.
