Ausgabe: 02 / 2010
Seite: 112

SZENE

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Die Wirtschaftskrise hat gerade die amerikanischen Museen, die größtenteils auf private Förderer angewiesen sind, in Bedrängnis gebracht. Um so mehr überrascht, dass die großen Häuser 2009 Besucherrekorde ver melden konnten: Das New Yorker Museum of Modern Art etwa zählte im letzten Jahr 2,8 Millionen Gäste, und das Guggenheim Museum kam immerhin auf rund eine Million Besucher. Obwohl Eintrittskarten in der Regel um 20 Dollar kosten, gehört ein Museumsbesuch wohl noch immer zu den erschwinglichen Vergnügungen. | Das Archiv der einstigen Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm kehrt an seine Ursprünge zurück: Die Hinterlassenschaften der Ulmer Designer werden 2011 in das 1955 eingeweihte Hochschulgebäude ziehen, das Max Bill entworfen hat. Die Stiftung HfG muss aber weitere Mieter in das Gebäude holen, was unter den Hochschulvertretern nicht unumstritten ist. Zufrieden aber sind alle mit einem neuen Hausbewohner: mit Alexander Kluge, der mit seinem Institut für Filmgestaltung hier einziehen will. Der prominente Filmemacher war ehemals selbst Dozent der Ulmer Hochschule. | Das Picasso- Museum in der südspanischen Metropole Málaga vergrößert seine Sammlung: Die Erben des Meisters wollen der Pinakothek in der Geburtsstadt Pablo Picassos sechs Zeichnungen und Drucke stiften. 72 weitere Werke des berühmten Spaniers wird das vor sechs Jahren eröffnete Museum, das derzeit 155 Werke besitzt, kaufen. | Der monatelange Kampf um das von Künstlern besetzte Hamburger Gängeviertel ist beigelegt: Die Stadt kauft das Quartier vom niederländischen Investor Hanzevast für 2,8 Millionen Euro zurück und will nun mit den Künstlern die Zukunft des Viertels planen. Die historischen Bauten sollen weitgehend erhalten bleiben. Er könne sich hier gut eine Kunstinsel vorstellen, sagte Oberbaudirektor Jörn Walter. Unter der Schirm herrschaft von Daniel Richter hatten sich rund 250 Künstler für die Rettung des Viertels stark gemacht. | Claude Monet zieht immer:

Das Von-der-Heydt-Museum in Wuppertal konnte in den ersten sechs Wochen der großen Monet-Ausstellung schon 80 000 Besucher anlocken. Bis 28. Februar sind die Meisterwerke des Impressionisten hier zu sehen. Doch, so Museumsdirektor Gerhard Finckh, müssen Besucher vereinzelt mit bis zu vier Stunden Wartezeit rechnen.