Ausgabe: 02 / 2010
Seite: 6
Neuer Blick auf die alte Heimat
Von
BETR. ART
In den letzten dreißig Jahren hat der Hamburger Fotograf Jo Röttger mit der Kamera die ganze Welt bereist: Ab 1981 arbeitete er als Reportagefotograf für das "Zeit Magazin", später wurde er Mitglied der Fotografengruppe Visum und veröffentlichte seine Bilder in internationalen Magazinen, zuletzt begleitete er den amerkanischen Theaterkünstler Robert Wilson zwei Jahre lang für sein Buch "Wilson's World" (Peperoni Books 2009). Kein Wunder, dass sich die art-Redaktion fragte, ob Röttger überhaupt Gefallen finden könne an einem Auftrag, der ihn diesmal nicht nach Japan oder Amerika, sondern ins winterliche Ruhrgebiet führen sollte. Dort liefen die Vorbereitungen für das Kulturhauptstadtjahr 2010 und die Wiedereröffnung des Essener Museum Folkwang auf Hochtouren.
Zum Glück hatte Röttger Interesse, großes sogar, denn es war eine Gelegenheit, der alten Heimat wieder zu begegnen: Der Fotograf wurde 1954 in Waltrop geboren und studierte in Dortmund Fotografie, bevor er Anfang der achtziger Jahre nach Hamburg zog. Zusammen mit art-Redakteur Ralf Schlüter, der am Möhnesee in der Nähe des "Kohlenpotts" aufwuchs, erkundete Röttger nun eine Woche lang die Region. In Essen, Duisburg, Dortmund, Hagen und Unna trafen die beiden Kulturmanager, Architekten, Künstler, Studenten und Museumsleute. Ihren Bericht finden Sie unter dem Titel "Der wilde Westen" ab Seite 18.
Bildunterschrift:
Baustelle Kultur:
Fotograf Jo Röttger (links) und Redakteur Ralf Schlüter am "Dortmunder U"
