Ausgabe: 01 / 2010
Seite: 116
Kunst statt Formel 1 - für den Imagegewinn
Von Angelika Kindermann
BMW ist aus der Formel 1 ausgestiegen und will stattdessen verstärkt Kunst fördern. Vorstandsmitglied Frank-Peter Arndt erklärt warum. art: Wie kam es zu dieser Entscheidung?
Die BMW Group fördert Kultur seit knapp 40 Jahren. Wir sind überzeugt, dass die öffentliche Wahrnehmung eines Unternehmens künftig noch stärker darüber definiert werden wird, ob es "Corporate Citizenship" wirklich lebt. Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für uns, entlang der Wertschöpfungskette Verantwortung zu übernehmen - ökologisch, ökonomisch und sozial. Zu letzterem zähle ich unser kulturelles Engagement.
Was verbindet BMW mit Kunst?
Freude, Ästhetik, Kreativität. Kunst passt zur kultivierten Marke BMW.
Es geht um Imagegewinn. Dabei fördern wir auch Streitbares, nehmen uns im Auftritt zurück und garantieren komplette kreative Freiheit.
Die Zeiten sind hart, in welchem Umfang kann BMW da Kunst fördern?
Weltweit im oberen einstelligen Millionenbereich.
Aber auch mit 10 000 Euro können Sie viel richtig und mit 100 000 Euro viel falsch machen.
Welche Projekte werden gefördert?
Sehr präsent ist die Reihe der BMW Art Cars. Sie entstand 1975, als der Rennfahrer Hervé Poulain Freunde wie Warhol und Rauschenberg bat, seine Flitzer für das Rennen in Le Mans zu gestalten. Zuletzt haben Jenny Holzer und Olafur Eliasson die Art Cars neu definiert. Auch für junge Künstler engagieren wir uns weltweit. 2010 fördern wir unter anderem einen Kuratoren- Workshop der Berlin-Biennale und veranstalten in China "Cultural Journeys".
Bildunterschrift:
Frank-Peter Arndt
"Schütze mich vor dem, was ich will": Jenny Holzers Art Car von 1999
