Ausgabe: 09 / 2009
Seite: 116

PERSONALIEN

Von

Raimund Stecker ist neuer Direktor des Wilhelm-Lehmbruck-Museums in Duisburg. Der gebürtige Duisburger tritt damit die Nachfolge von Christoph Brockhaus an, der pensioniert wurde. Stecker war von 2000 bis 2005 geschäftsführender Gründungsdirektor des Arp-Museums Bahnhof Rolandseck, wo er sich gegen postume Nachgüsse von Arp-Werken aussprach und sich damit den Zorn des Arp-Vereins zuzog. | Hans Salentin ist im Alter von 84 Jahren in Köln gestorben. Mit seinen Freunden Heinz Mack und Otto Piene, mit denen er an der Düsseldorfer Kunstakademie studierte, bildete er ab Ende der fünfziger Jahre den inneren Kreis der Künstlergruppe ZERO. | Die italienische Fotografin Paola de Pietri erhält den mit 25 000 Euro dotierten Albert-Renger-Patzsch-Preis der Dietrich- Oppenberg-Stiftung in Essen. Die 49-Jährige hat auf der historischen Alpenfront zwischen Italien und Österreich Spuren des Ersten Weltkrieges fotografiert und will diese Arbeiten nun in einem Fotobuch publizieren. | Der New Yorker Künstler Dash Snow (art 10/2008) ist an einer Überdosis Heroin gestorben - mit nur 27 Jahren. Der "junge Wilde", der aus der Öl- und Sammler-Dynastie De Menil stammt, war mit seinen Freunden Dan Colen und Ryan McGinley 2006 auf der Whitney-Biennale vertreten und wurde wegen seiner von Dada und Surrealismus inspirierten Arbeiten - Fotos, Collagen und beschmierte Zeitungsausrisse - als vielversprechendes Talent gefeiert. | Der amerikanische Fotograf Julius Shulman setzte in seinen Bildern Klas siker der modernen Architektur in Szene: Bauten von Frank Lloyd Wright, Pierre Koenig und Oscar Niemeyer. Mit ihrer kühnen Schlichtheit knüpfen Shulmans Fotografien nahtlos an die Ideale der Moderne an. Im Alter von 98 Jahren ist der legendäre Architekturfotograf in seinem Haus in Hollywood gestorben. | Ex-Documenta-Leiter Roger M.

Buergel nimmt vom Leben unter Palmen Abschied. Der deutsche Kunstexperte sollte Chefkurator des Miami Art Museum werden. Doch ist das Haus auf Spendenwilligkeit angewiesen, und Geld ist zurzeit knapp in den USA: Zwar soll der geplante Museumsneubau von Herzog & de Meuron realisiert werden, doch vom Aufbau einer komplexen Sammlung ist nicht mehr die Rede. Ohne entsprechende Kunst, so "Die Zeit", verlässt Buergel Miami und zieht zurück nach Kassel.