Ausgabe: 07 / 2009
Seite: 134

PERSONALIEN

Von

Daniel Libeskind, 63, international erfolgreicher US-Architekt, erhält die Buber-Rosenzweig- Medaille 2010 des Deutschen Koordinierungsrats der 82 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit.

Eine der bekanntesten Bauten des Architeken, der als Hauptvertreter des Dekonstruktivismus gilt, ist das Jüdische Museum in Berlin. | Klaus Staeck, 71, Heidelberger Grafiker und Plakatkünstler, bleibt für weitere drei Jahre Präsident der Berliner Akademie der Künste. Zu den ersten Gratulanten nach der Wiederwahl gehörte Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Staeck habe "einen entscheidenden Beitrag zur Konsolidierung und Profilierung der Akademie der Künste geleistet", lobte Neumann. | Der Philosoph Peter Sloterdijk, 62, ist mit dem Preis für Architekturkritik 2009 ausgezeichnet worden.

Der Bund Deutscher Architekten, der die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung vergibt, würdigte damit das von Sloterdijk entworfene philosophische Denkbild über die Gegenwart des Raums. Mit seiner Trilogie "Sphären" habe Sloterdijk den beseelten Raum als soziales Bindeglied der Gesellschaft wiederentdeckt, hieß es in der Begründung der Jury. | Bernd Küster soll neuer Direktor der Kasseler Museen werden. Der 56-jährige Leiter des Landesmuseums für Kunst- und Kulturgeschichte im niedersächsischen Oldenburg ist offenbar der Wunschkandidat von Eva Kühne-Hörmann, Hessens Ministerin für Kunst und Wissenschaft. Küster würde damit die Nachfolge von Michael Eissenhauer antreten, der seit 1. November 2008 Generaldirektor der Berliner Museen ist. | Die meisten Karikaturisten und Illustratoren haben ein Markenzeichen: Das von Paul Flora war der kugelige schwarze Rabe mit dem spitzen Schnabel. Der Österreicher gehörte seit den fünfziger Jahren zur Spitze der international gefragten Illustratoren-Riege. Im Alter von 86 Jahren ist Paul Flora jetzt in Innsbruck gestorben. Im Nachruf auf seiner Website heißt es: "Als Künstler hatte er die Gabe des bösen Blicks, dem das Verlachenswerte in der Welt auffällt, auf dass er es in seinen Zeichnungen festhalte; als Mensch aber war er geradezu arglosen Sinnes, witzig, hilfsbereit, das lebende Beispiel dafür, dass große Künstler keine Egomanen sein müssen."