Ausgabe: 07 / 2009
Seite: 130

SZENE

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Die Kleine Meerjungfrau, populäres Wahrzeichen von Kopenhagen, soll eine Urlaubsvertretung erhalten:

Die Bronzefigur, die der Bildhauer Edvard Eriksen (1876 bis 1959) nach der berühmten Märchengestalt von Hans Christian Andersen entworfen hat, wird 2010 zur Weltausstellung nach Shanghai reisen. Damit der Stein im Hafen von Kopenhagen, auf dem die Meerjungfrau sonst sitzt und Tausende Touristen anlockt, während ihrer Abwesenheit nicht leer bleibt, hat Dänemarks Regierung den chinesischen Konzeptkünstler Ai Weiwei beauftragt, dort vorübergehend eine Ersatzjungfrau zu installieren. | Das Archiv des vor drei Jahren gestorbenen Videokunstpioniers Nam June Paik geht an das Smithsonian American Art Museum in Washington. Um die flimmernden, tönenden Installationen sowie die zahlreichen Dokumente des Künstlers angemessen für die Nachwelt zu verwahren, richtet das Institut ein eigenes Paik Center ein. | Nach zwei Monaten haben bereits 100 000 Besucher die Ausstellung "Marc, Macke und Delaunay" im Sprengel-Museum Hannover gesehen (art 4/2009). Die Schau mit 190 Werken der deutschen Maler Franz Marc und August Macke sowie ihres französischen Kollegen und Anregers Robert Delaunay ist damit die erfolgreichste in der Geschichte des Hauses. | Das Amsterdamer Stedelijk Museum für Moderne Kunst hat den mit 450 000 Euro dotierten niederländischen Turing-Preis für eine Ausstellung erhalten, von der es bislang erst den Entwurf gibt. Das Museum, das derzeit umgebaut und modernisiert wird, will zur Wiedereröffnung im Frühjahr 2010 eine Retrospektive von Werken des US-Künstlers Mike Kelley zeigen, die danach auch in Paris, Los Angeles und München präsentiert werden soll. | Schwerer Verlust für das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg:

Die Sammler-Brüder Horst und Dieter Hoffmeister ziehen ihre Kollektion Meissener Porzellane ab - über 400 Objekte mit Dekors, die in der ältesten europäischen Porzellanmanufaktur zwischen 1710 und 1760 gemalt worden waren. Seit 1999 waren die auf 14 Millionen Euro geschätzten Porzellane als Leihgaben in dem Hamburger Institut. "Wir sind Opfer der Finanzkrise geworden", so Museumschefin Sabine Schulze.