Ausgabe: 06 / 2009
Seite: 126
Schöner Spielen
Von Joachim Hauschild
Bauhaus-Auktion: Rund 180 Lose bei Ketterer und Quittenbaum
Die Bauhaus-Gestalterin Alma Siedhoff-Buscher (1899 bis 1944) entwarf 1923 für das von Georg Muche geplante "Haus am Horn" in Weimar einen Kinderspielschrank.
Als zweitgrößter Raum des Hauses nahm das Kinderzimmer viel Platz ein. Die Möbel, darunter der Spielschrank mit mobilen Containern, eine Wickel kommode und ein rollbarer Leiterstuhl, sind schlicht, multifunktional und passen sich den wachsenden Bedürfnissen der Kinder an. Die Holzflächen sind weiß-grau und in den Bauhaus- Farben lackiert.
Ein weiteres Exemplar des Kinderspielschranks, der aus dem Besitz des Architekturkritikers Nikolaus Pevsner stammt, ist nun eines der Highlights der gemeinsamen Bau haus-Auktion der Münchner Auktionshäuser Quittenbaum und Ketterer am 20. Juni (Schätzpreis 18 000 Euro). Pevsner hatte es 1933 mit ins Exil nach London genommen.
Beide Häuser steuern je rund 90 Objekte erster Qualität bei.
Quittenbaum unter anderem eine Metalldose von Naum Slutzky von 1928 (33 000 Euro), Ketterer eine "Landschaft mit Häusern" (1919) des Bauhaus-Meisters Laszlo Moholy-Nagy (180 000 bis 240 000 Euro) und die beiden Bauhaus- Mappen "Neue europäische Graphik" mit den Arbeiten der Meister des Bauhauses (120 000 bis 150 000 Euro) und mit italienischen und russischen Künstlern (50 000 bis 70 000 Euro).
Bildunterschrift:
Bauhaus for Sale: Alma Siedhoff-Buschers Spielschrank soll 18 000 Euro bringen
