Ausgabe: 06 / 2009
Seite: 6
Ein großes Rätsel
Von
"München sahnt kräftig ab" - Journalbeitrag von Birgit Sonna über die Zukunft der Fotosammlung von Ann und Jürgen Wilde (3/2009)
Die Äußerungen von Kasper König sind für uns . Er spricht von Sensibilitäten und Animositäten aller "Beteiligten", und wir wissen nicht, was und wen er damit meint. Wenn er von "Jahrzehnten schwierigen Miteinanders" und von noch "ungelösten Problemen" spricht, haben wir auch davon keine Kenntnis.
Jahrzehntelang haben wir gute Arbeit für die Fotografie in Köln geleistet und waren um gute menschliche Kontakte bemüht.
Herrn Königs Äußerungen verletzen uns umso mehr, noch zumal dies in aller Öffentlichkeit geschehen ist. Gut wäre ein Gesprächsangebot gewesen. Die Stadt Köln hat uns jahrzehntelang ignoriert. Es gab weder Kontakte zu Kölner Politikern, noch haben wir jemals einen der amtierenden Bürgermeister persönlich kennen gelernt. Zu offiziellen Feierlichkeiten sind wir nie eingeladen worden. Die Kulturdezernenten Kurt Hackenberg und Marie Hüllenkremer waren die Einzigen, die sich für unsere Arbeit interessiert haben.
Wenn wir nun Abschied nehmen aus Köln, dann mit einem guten Gewissen und dem Gefühl, niemandem etwas zu schulden, auch nicht die Lösung uns unbekannter Probleme. In München hat man die Bedeutung der Archive Karl Blossfeldt und Albert Renger-Patzsch und die der Sammlung Wilde erkannt.
Ann und Jürgen Wilde, Zülpich-Mülheim
