Ausgabe: 05 / 2009
Seite: 124-125
KUNST & GELD
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Napoleonica sind derzeit in Frankreich hoch im Kurs: So wurden im Februar für einen eigenhändigen Brief des ersten Kaisers an seine Frau Joséphine kurz nach der Krönung 1804 stolze 100 000 Euro gezahlt. Im März erreichte eine bronzene Büste Napoleons, im Auftrag von Vivant Denon, Generaldirektor der französischen Museen, gefertigt, 29 000 Euro, ein Nachtschränkchen, gefertigt von dem Ebenisten Jacob-Desmalter für einen Sekretär Napoleons, stieg auf mehr als 60 000 Euro. +++ Provenienz macht sich bezahlt: Aus dem Besitz von Jean Bourgogne, dem einzigen Urenkel des Glaskünstlers Emile Gallé, wurden bei Ader in Paris Objekte, die einst Gallé gehörten, versteigert.
Den Höchstpreis erzielte mit 182 000 Euro eine gemeinsam von Gallé und Victor Prouvé entworfene Vase aus dem Jahr 1900 ("Les hommes noirs"), die im selben Jahr auf der Weltausstellung in Paris gezeigt worden war.
Der zweithöchste Zuschlag galt mit 92 000 Euro einer nicht signierten Balustervase. Eine reich intarsierte Kommode mit einer Deckplatte aus Onyx und einem Spruch des Dichters Victor Hugo erzielte 64 000 Euro. +++ Die Wiener Messe für zeitgenössische Kunst Viennafair (7. bis 10. Mai) setzt auf Osteuropa. Unter den 121 Teilnehmern sind neben österreichischen und deutschen auch 29 Galerien aus Polen, Slowenien, Rumänien, Tschechien, Serbien und Ungarn. Parallel zur Messe findet in 18 Wiener Galerien ein Ausstellungsprojekt mit internationalen Kuratoren statt (siehe Seite 127). +++ Das Heilbronner Auktionshaus Fischer versteigert 600 Objekte aus einer süddeutschen Privatsammlung, darunter Porzellan und Kristallschalen aus dem 18. Jahrhundert. Toplose sind zwei bronzene Jugendstil-Reliefplatten von Alfons Mucha (Schätzpreis: 50 000 Euro).
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