Ausgabe: 05 / 2009
Seite: 122
MELDUNGEN
Von
Streit um Grosz-Werke Berlin: Ralph Jentsch, Nachlassverwalter von George Grosz (1893 bis 1959), hat mehrere Museen darunter auch die Bremer Kunsthalle aufgefordert, Grosz- Bilder an die Erben des Malers zurückzugeben. Die Werke seien, nachdem die Nazis den Künstler 1933 aus Berlin vertrieben hätten, widerrechtlich in deren Besitz gelangt, so Jentsch. Der Direktor der Bremer Kunsthalle Wulf Herzogenrath bezweifelte die Seriosität der Forderungen.
Die Erben des Künstlers planen angeblich ein Grosz- Museum, bevorzugt in Berlin.
Goya im Reina Sofía Madrid: Ein Dutzend Druckgrafiken von Francisco de Goya (1746 bis 1828) aus den Beständen des Prado werden künftig im benachbarten Reina Sofía zu sehen sein. Die Leihgabe, zwischen den Direktoren der Häuser vereinbart, verstößt gegen einen staatlichen Erlass von 1995.
Der diente dazu, die kunst geschichtlichen Zuständigkeiten der spanischen Museumsflaggschiffe voneinander abzugrenzen.
Der Beginn der Moderne, die Domäne des Reina Sofía, wurde auf Pablo Picassos Geburtsjahr 1881 festgesetzt.
Manuel Borja-Villel, Chef des Reina Sofía, will die Begrenzung nicht länger akzeptieren.
Gestorben Helen Levitt hatte ein Lieblingsmotiv: auf der Straße spielende Kinder. Um sie zu fotografieren zog sie seit den Dreißigern durch New York, bevorzugt durch die ärmeren Viertel.
Nach dem Krieg war sie auch als Filmemacherin erfolgreich, doch sie blieb eine der wichtigsten Vertreterinnen der New Yorker Street Photographie. 95-jährig ist Levitt jetzt gestorben.
