Ausgabe: 03 / 2009

MELDUNGEN

"Keine Katastrophe" Aachen: 70 der 87 auf der Krim aufgetauchten Bilder konnten als Gemälde aus Aachen identifiziert werden. Sie galten seit Ende des Zweiten Weltkriegs als verschollen.

Das teilte der Direktor des Aachener Suermondt-Ludwig- Museums Peter van den Brink mit, der mit einer Delegation in die Ukraine gereist war, um die im Museum von Simferopol ausgestellten Werke zu begutachten (art 1/2009). Über eine Rückgabe wurde nicht gesprochen, so van den Brink. Den Zustand der Gemälde, beschrieb er "als nicht sehr gut, aber keine Katastrophe".

Weiter trotz Pleite Rotterdam: Das Architekturbüro des international tätigen niederländischen Architekten Erick van Egeraat hat Insolvenz angemeldet.

Grund für die Zahlungsunfähigkeit sei der Stopp mehrerer Großprojekte, die in Folge der Finanzkrise vorerst nicht realisiert werden könnten. Doch nachdem verschiedene Investoren dem Architekten, nach dessen Plänen auch das neue Hauptgebäude der Leipziger Universität gebaut wird, eilig Unterstützung zugesagt haben, macht er weiter: mit seiner neuen Firma "Designed by Erick van Egeraat".

Museum bald dicht?

Boston: Das Rose Art Museum der Brandeis-Universität soll im Sommer geschlossen und die rund 8000 Werke - darunter Arbeiten von Max Ernst bis Donald Judd - versteigert werden.

Dies hat das Kuratorium der Hochschule beschlossen, um ein durch die Finanzkrise entstandenes Budgetloch in Höhe von mehreren Millionen Dollar zu stopfen. Doch es gibt rechtliche Probleme, da unter den Museumswerken viele Schenkungen sind, die nicht einfach verkauft werden dürfen. Der Kunsthistoriker Robert Storr kritisierte den geplanten Museumsausverkauf als "schlimmen Präzedenzfall".

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