Ausgabe: 03 / 2009
Seite: 86
Mit Sarah Bernhardt wurde er berühmt
Von Almuth Spiegler
Der tschechische Jugendstilkünstler wird im Unteren Belvedere vorgestellt
WIEN: ALFONS MUCHA
Alfons Mucha (1860 bis 1939), begehrtester Grafiker, populärer Botschafter des Jugendstils, verdankte seinen Durchbruch einer Aushilfsarbeit: In einer Nacht-und-Nebelaktion musste er 1894 für Sarah Bernhardt ein Plakat entwerfen.
Es wurde zum Sammlerstück - der auf Fernwirkung ausgelegte Mucha-Stil war geboren. Highlight der Ausstellung, so Kurator Jean-Louis Gaillemin, werde die Rekonstruktion des Pavillons von Bosnien und Herzegowina sein, den Mucha für die Pariser Weltausstellung 1900 mit einem monumentalen allegorischen Fries ausstattete.
Gegen alle Mucha-Klischees aber behaupten sich die düsteren, expressionistischen Pastelle, die um 1900 entstanden sind und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren.
Termin: 12. Februar bis 1. Juni.
Katalog: Hirmer Verlag, 38 Euro, im Buchhandel zirka 45 Euro. Internet: www.belvedere.at
Bildunterschrift:
Auf Fernwirkung ausgelegt: Muchas Werbeplakat für die Zigarettenfirma "JOB" (1896)
