Ausgabe: 02 / 2009
Seite: 98

MELDUNGEN

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Schon lange sauber Kopenhagen: Italien fordert von der Glyptothek in Kopenhagen rund 100 Kunstwerke zurück, die aus Raubgrabungen stammen sollen. Zwar ist durchaus bekannt, dass der frühere Direktor der Glyptothek, Mogens Gjødesen, eine Vielzahl Antiken erworben hat, ohne deren Provenienz zu kennen. Seit Gjødesens Abgang 1978 aber, so versichert Antiken- Kustodin Jette Christiansen, seien keine Altertümer zweifelhafter Herkunft von dem Kopenhagener Museum mehr angekauft worden.

Diese langjährige Sauberkeit führt die Glyptothek unter anderem jetzt an, um die Forderung Italiens zurückzuweisen.

Der jetzige Glyptothek-Chef Flemming Friborg plädiert dafür, die bestehende Sammlung nicht auseinander zu reißen, sondern sie lieber für den Leihverkehr und für die wissenschaftliche Kooperation zwischen den Ländern zugänglich zu machen.

Neue Memelburg Klaipeda: Litauen will die zerstörte Memelburg, vor 750 Jahren an der Mündung des Kurischen Haffs errichtet, wieder aufbauen. Sie war eine der mächtigsten Festungen des Deutschen Ordens und die Keimzelle der Stadt Memel (heute Klaipeda).

Bis zum Jahr 2013 soll die Rekonstruktion, für die Litauen rund 42 Millionen Euro veranschlagt hat, fertig sein. Die gigantische Burganlage soll dann unter anderem ein Konferenzzentrum sowie ein Museum zur Geschichte Kleinlitauens beherbergen.

2,8 Millionen kamen Madrid: Der Prado, Spaniens bedeutendstes Museum, hat 2008 einen neuen Besucherrekord erzielt: 2,8 Millionen Menschen besuchten das Madrider Haus, das sind fast 100 000 Gäste mehr als im Jahr zuvor. Zu den Publikumsrennern des Prado gehörte die im Januar zu Ende gegangene Rembrandt-Schau.