Ausgabe: 12 / 2009
Seite: 108
SZENE
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Das Tauziehen um das Hamburger Gängeviertel geht weiter. Doch einen Teilerfolg können die Künstler, die hier leer stehende Häuser besetzt haben und als Ateliers nutzen, verbuchen. Nachdem die Künstlerinititiave für den Investor Hanzevast zwei der besetzten Gebäude freiwillig geräumt hatten, sprach sich der Senat der Hansestadt da für aus, das städtebauliche Konzept für das Gängeviertel, das unter anderem den teilweisen Abriss der Gebäude vorsieht, zu überarbeiten. Die Nutzung für künstlerisches Arbeiten und die Belange des Denkmalschutzes sollten nun integriert werden. Allerdings, so der letzte Stand, will der Investor entgegen anders lautenden Beteuerungen die Künstler aus dem Viertel vertreiben (siehe Seite 46). | Der Bau des Berliner Stadtschlosses verzögert sich. Das Gebäude mit den barocken Originalfassaden soll nach dem bisherigen Stand erst 2016 fertig werden, zwei Jahre später als bisher geplant. Baubeginn solle entweder im Herbst 2010 oder im Frühling 2011 sein. Als Grund für eine Bauverzögerung nannte der Staatssekretär Engpässe bei der Fassadenrekonstruktion des einstigen Hohenzollernschlosses. | Vincent van Gogh total: Seit kurzem sind sämtliche 902 Briefe von und an den Jahrhundertkünstler zusammen mit mehr als 2000 Kunstwerken, auf die darin Bezug genommen wird, auf einem Webportal kostenlos zugänglich (www.vangoghletters.org). Die digitale Datenbank haben in 15-jähriger Arbeit Experten des Amsterdamer Van Gogh Museums und der niederländischen Akademie der Künste und Wissenschaften eingerichtet. | Caspar David Friedrichs "Nebelschwaden" bringen die ohnehin verschuldete Hamburger Kunsthalle in zusätzliche finanzielle Bedrängnis:
Das bei der Axa versicherte Gemälde - ein Glanzstück des Museums - war 1994 gestohlen worden. Die Kunsthalle ließ sich von der Versicherung 3,7 Millionen Mark auszahlen und kaufte dafür vier neue Werke ein. Doch 2003 tauchten die "Nebelschwaden" wieder auf, und die Axa forderte 1,9 Millionen Euro zurück. Mit Anleihen bei drei anderen Hamburger Museen brachte die damals schon klamme Kunsthalle das Geld auf und konnte das Gemälde ihren Besuchern wieder präsentieren. Doch nun in Zeiten der Krise, da alle rote Zahlen schreiben, wollen die drei einst so hilfreichen Institute das geliehene Geld zurück.
