Ausgabe: 11 / 2009
Seite: 200
Die Bechers und ihre Schüler
Von
Ein prachtvoller Band über die deutschen Fotostars und ihre berühmten Lehrer
"Was wir tun, ist letztlich Geschichten erzählen", erklärten Bernd und Hilla Becher einmal über ihre Arbeit - und mit dieser auf den ersten Blick so bescheiden anmutenden Devise wurde das Düsseldorfer Fotografen- Ehepaar stilbildend. Jahrzehntelang zog das Duo rund um die Welt, um alte Hochöfen, Zechentürme und Fabrikhallen abzulichten, stets bei neutralem Licht, auf mittlerer Distanz und stets in Schwarzweiß. Damit wurden die Bechers zu den Begründern der dokumentarischen Industriefotografie, und seit Bernd Becher 1976 den ersten deutschen Lehrstuhl für Fotografie bekam, gelang es ihm, mit seiner sachlichen Sehweise gleich eine ganze Schar heute weltberühmter Fotokünstler entscheidend zu beeinflussen, darunter Candida Höfer, Andreas Gursky und Axel Hütte.
Der Kunsthistoriker Stefan Gronert schildert kenntnisreich die Erfolgsgeschichte der "Düsseldorfer Photoschule" und stellt die Lehrer und zehn "Schüler" mit einer Werkauswahl vor, deren Arbeiten heute bei Museen wie Privatsammlern gleichermaßen gefragt sind. P. M.
Stefan Gronert: Die Düsseldorfer Photoschule. Verlag Schirmer/Mosel.
320 S., 162 Abb., 68 Euro
